00:00:04:
00:00:18: Als Textlesung habe ich Titus drei herausgesucht.
00:00:24: Ich lese die Verse drei bis sieben nach der neuen Genfer Übersetzung.
00:00:31: Früher waren nämlich auch wir, wie alle anderen Menschen ohne Einsicht und Verständnis.
00:00:37: Wir verweigerten Gott den Gehorsam, gingen in die Ehre und wurden von allen möglichen Leidenschaften und Begehren beherrscht.
00:00:46: Brustheit und Neid bestimmten unser Leben, wir waren verabscheuungswürdig und einer hasste den anderen.
00:00:54: Doch dann ist die Güte Gottes unseres Retters und seine Liebe zu uns Menschen sichtbar
00:00:59: geworden.".
00:01:00: Und er hatte uns gerettet nicht etwa weil wer so gehandelt hätte wie es vor ihm recht ist sondern einzig und allein weil er Erbarm mit uns hatte.
00:01:11: Durch das Bad der Wiedergeburt hat er den Schmutz der Sünde von uns abgewaschen und hat uns zu neuen Menschen
00:01:18: gemacht.".
00:01:19: Das ist durch die erneuernde Kraft des heiligen Geistes geschehen, denn Gott durch Jesus Christus unseren Retter in reichen Maß über uns ausgegossen hat.
00:01:28: Durch Gottes Gnade für uns gerecht erklärt sind wir jetzt also entsprechend der Hoffnung, die er uns gegeben hat – Erben des ewigen Lebens!
00:01:38: Ich möchte mit Gott reden und bitte euch, soweit es möglich ist dazu aufzustehen.
00:01:46: Vater, danke für diesen Sonntag!
00:01:49: Wir dürfen an diesem Tag innehalten, etwas mehr Ruhe finden und nachdenken.
00:01:54: Open Doors fordert uns heute am ersten Elfen auf, für die Flutopfer in Nepal zu beden.
00:02:00: Vater lindere das Leid in der Region Nepal- und Behütekristen im hinduistischer Herkunft vor Hindu Extremisten.
00:02:09: Auch in unserer Region herrscht Verunsicherung, Arbeitsplätze bei Volkswagen und Zulieferer sind in Gefahr.
00:02:16: Schenke den Verantwortlichen von Volkswagen Einsicht wie diese Krise zu bewältigen ist.
00:02:22: Rüste Andreas Ulmer mit deinen Worten in der Predigt aus und segne diesen Gottesdienst.
00:02:28: Amen!
00:02:30: Es ist der zweite Juli, Fünfzehnhundertfünf.
00:02:34: Ein junger Mann ist zu Fuß unterwegs.
00:02:37: Zurück nach Erfurt will er unbedingt, er ist ein zwanzig Jahre alt und frisch gebackener Magister Und der Vater hat große Pläne mit ihm.
00:02:46: Jurist soll er werden eine gute Partie machen und die Familie groß rausbringen.
00:02:52: Das ist mal einen Stand den der Vater sich so vorstellt.
00:02:56: Und kurz vor dem Dorf Stotternheim zieht ein Gewitter auf Ein Blitz schlägt so nah neben ihm ein, dass es ihn fast umhaut.
00:03:05: Und in seiner Todesangst ruft er heilig, hilf du Heilige Anna!
00:03:11: Ich will ein Mönch
00:03:13: werden!".
00:03:14: Und man fragt sich was hat er da eigentlich gefürchtet?
00:03:17: Es ging ja nicht nur um die Todes angst in diesem Moment sondern es ging um den Schrecken der ihm durch alle Glieder gefahren ist.
00:03:24: und letztlich fürchterte er sich vor Gott zu stehen wie er war, mit leeren Händen nichts vorzuweisen.
00:03:33: Und hinter diesem Schrei steckt die Frage, die in den nächsten Jahre und Jahrzehnte beschäftigen würde und nicht mehr loslassen sollte – Wie kriege ich einen gnädigen Gott?
00:03:46: Geschichtskundige wissen schon längst von wem ich spreche.
00:03:49: Wir hatten gestern Reformationstag.
00:03:51: Die eigentliche Bedeutung dieses Tages Es geht um Martin Luther.
00:03:56: Ihr seht ihn hier.
00:03:58: Wie kriege ich einen gnädigen Gott?
00:04:00: Und vielleicht klingt diese Frage für uns heute eher fremd, wer von uns hat schon Angst vor dem Fegefeuer oder vor der Hölle.
00:04:11: Ich glaube kaum einer macht sich darüber wirklich Gedanken.
00:04:16: Aber die Frage, die dahinter steht hinter dem was Martin Luther beschäftigte und hinter dem, was auch uns beschäftigen kann ist, Bin ich genug?
00:04:29: Habe ich was vorzuweisen, wer bin ich eigentlich in dieser Zeit.
00:04:33: Bin ich es wert geliebt zu werden?
00:04:36: und vielleicht sogar die Frage wenn ich so recht überlege wie komme ich eigentlich an den Himmel?
00:04:42: Manche ältere kennen das vielleicht noch Ich kenne es aus meiner Kindheit Da gab's so ein Kindergebet Bei uns zu Hause.
00:04:50: zumindest gesprochen wurde, bevor wir zur Bett gebracht werden.
00:04:54: Lieber Gott mach mich von, dass ich in den Himmel
00:04:58: komme.".
00:04:59: Durch die Reimform hat sich das eingeprägt bei mir zumindest... Ich weiß nicht ob es heute noch an Betten gebetet wird aber das drückt ja was aus!
00:05:09: Wie kriege ich einen gnädigen Gott?
00:05:10: Wie komm' ich denn dahin in diesen Himmel wie immer der auch aussieht?
00:05:15: und genau Mit dieser Frage beschäftigt sich unser Bibeltext Römer III.
00:05:21: Paulus schreibt an eine Gemeinde in Rom, er war nie da.
00:05:25: Das heißt, er hat mal versucht zu formulieren was da so relevant ist oder sein könnte und er fängt an und beschreibt worum es eigentlich geht in dem Glauben an Jesus.
00:05:37: Und er macht letztlich so ein Bild oder mal so einen Bild vor Augen.
00:05:42: alle Menschen egal ob Juden oder Heiden, Griechen oder Römer oder wer auch immer Fromme wie Unfromme alle stehen irgendwie mit Gott vor leeren Händen bis zur steilen Behauptung alles sind sünder Muss man ja mal aushalten, auch in unserer Zeit.
00:05:57: Würdest du losgehen und sagen hey weißt du ich bin sünder?
00:06:00: Würden wir als Kirche das auf die Fahnen schreiben oder auf Schildern transparente?
00:06:05: Wohl kaum!
00:06:06: Aber letztlich malt Paulus dieses Bild vor Augen und sagt Wir stehen alle vor Gott mit leeren Händen.
00:06:13: Wir haben nichts zu bringen.
00:06:14: Niemand kann sagen Ich habe alles richtig gemacht.
00:06:17: Und dann im dritten Kapitel seines Briefes kommt plötzlich so eine kleine Formulierung, zwei kleine Worte wo deutlich wird jetzt kommt was Neues.
00:06:29: Nun aber nennt Paulus das.
00:06:31: Nun Aber!
00:06:32: Jetzt geht's los.
00:06:33: nun aber und ich lese uns diesen Abschnitt aus Römer drei ab färs einundzwanzig.
00:06:38: nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit die vor Gott gilt offenbart Bezeugt durch das Gesetz um die Propheten denn es ist hier kein Unterschied Sie sind alles am Zünder und mangeln das Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen.
00:06:56: Und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen
00:07:03: ist.".
00:07:05: Ein paar Pferze weiterfasst da diesen Abschnitt sozusagen nochmal zusammen und sagt so also auf diese Weise halten wir nun dafür dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzeswerke allein durch den Glauben.
00:07:19: Und wisst ihr, da fallen drei Dinge sofort mir ins Blick fällt?
00:07:23: Erstens kein Unterschied.
00:07:25: Niemand steht über dem anderen!
00:07:27: Nicht der Fromme über den Zweifler, nicht der Jude über dem Griechen oder über dem Römer, nicht die kindlich glaubende über dem kritisch glaubenden.
00:07:37: Nicht der Pastor über der Gemeinde – es gibt keinen Unterschied.
00:07:41: Ich hatte früher auf meinem Auto einen Aufkleber, das stand drauf vor Gott und in einem Verkehrsstau sind alle Menschen gleich.
00:07:50: Vor Gott und in einem Verkehrsstau, sind alle menschengleich!
00:07:54: Da spielt es keine Rolle was du für ein Auto fährst Du stehst genauso wie die anderen in diesem Stau Kein Unterschied.
00:08:04: Und das zweite was aufhält ohne Verdienst?
00:08:07: Gerechtigkeit ist hier nichts Was man sich erarbeitet wofür man sich besonders ins Zeug legen müsste Sondern Gerechtigkeiten ist etwas was du empfängst Du nimmst es an.
00:08:19: Es geht nicht darum, wie oft du in die Kirche gehst.
00:08:22: Ob morgens oder abends oder mittags Oder unter der Woche noch dreimal oder so.
00:08:27: es geht nicht Darum wie viel Du spendest das geht auch Nicht Darum Wie Viel Du mitarbeitest und Es Geht Auch Gar Nicht Darums Wie Viele gute Werke Du tust.
00:08:35: Und nochmal Das sind alles Gute Sachen.
00:08:38: Aber Darum Geht's Bei Diesem thema eben Genau Nicht.
00:08:41: Hier Steht Ohne Verdienst gerecht ohne dass wir was dazu beitragen.
00:08:46: Einfach So.
00:08:47: Und da bin ich beim dritten Punkt, der sofort ins Auge springt aus Gnade.
00:08:51: Das heißt, der Grund liegt nicht in uns sondern liegt in dem lebendigen Gott selbst – Aus Gnate!
00:08:59: In Jesus Christus hat Gott alles dafür getan.
00:09:03: Jesus hat sein Leben gegeben.
00:09:05: so sagen wir das als Menschen die an Jesus glauben.
00:09:08: er ist für uns gestorben Und nicht, weil er für uns gestorben ist.
00:09:13: Das kann man ja auch doppelt Sinnig verstehen, so nach dem Motto, oh ne, mit diesem Jesus will nichts zu tun haben, sondern... Er hat alles gegeben!
00:09:19: Er hat den Preis bezahlt, der ist gestorbt anstelle von mir und dir.
00:09:25: Er ist gestorbene, er hat das Leben gegeben.
00:09:28: Da hat einer den Preisbezahl, der nötig war, einmal für immer ein für alle mal Und er hat das Lösegeld bezahlt und uns sozusagen frei gekauft.
00:09:41: Das ist immer ein ganz wichtiges Ding.
00:09:43: Heute haben viele nichts mehr mit Hölle oder Himmel am Hut, doch es ist eine Realität.
00:09:51: Dunkelheit und Licht sind eine Realitäten.
00:09:54: Ich glaube, dass es neu gilt, das wahrzunehmen.
00:09:57: Da gibt's einen, der hat uns aus dem Machtbereich der Dunkelheid freigekauft!
00:10:02: Wenn du das glaubst, dann bist du im Machtbereich des Lichters.
00:10:06: Versetzt, verrückt nennt Paulus das.
00:10:08: an anderer Stelle in den Machtbereich des lieben Sohnes Jesus Christus.
00:10:12: Da sind wir losgelöst aus diesem Bereich der Finsternis, los gelöst vom bisherigen Leben und da beginnt was total Neues Erlösung meint also letztlich er, Jesus ist die Lösung mit dem sich alles verändert.
00:10:30: Haltungen verändern sich, unser Stand unsere Identität verändert sich und plötzlich ist die Tür zum Himmel offen.
00:10:38: Weil es da einen gibt dem wir glauben mehr als allen Stimmen in uns oder um uns herum Und keiner von uns hat damals als Jesus das für uns tat was dazu beigetragen.
00:10:50: Es ist Geschenk, es ist Gnade, es is unverdiente Zuwendung des lebendigen Gottes an uns.
00:10:57: Und wenn man jetzt die Fersin nochmal hört und ich lese sie uns noch mal vor, dann merkt man wie das diesen ganzen Text atmet.
00:11:07: Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an der an Jesus Christus glaubt.
00:11:13: Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten!
00:11:17: Es ist hier kein Unterschied.
00:11:19: Sie sind alles am Zünder und ermangelndes Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen
00:11:30: ist.".
00:11:31: Und was das bedeutet?
00:11:32: Das hat Martin Luther dann am eigenen Leben, am eigenen Leib sozusagen erfahren – allerdings erst durch einen langen sehr, sehr quälenden Umweg, den er gegangen.
00:11:43: Martin Luther hat damals, ich habe es eingangs erzählt so ein Gelübde ausgesprochen und es ist immer gut wenn man gelübte hält.
00:11:50: Wenn man sagt Ich schwöre dann sollte man's auch einhalten und bitte nur dann schwören wenn das auch kannst.
00:11:56: Martin Luther hat es sehr, sehr ernst genommen.
00:11:58: Zwei Wochen nach dem Gewitter klopft er an die Tür des Augustiner Klosters in Erfurt.
00:12:04: Sein Vater war damit überhaupt nicht einverstanden!
00:12:07: Mann Junge du solltest was Großes werden?
00:12:09: Unsere Familie sollte plötzlich einen Stand haben der so besonders ist.
00:12:13: Der Vater tobte.
00:12:14: Der war nicht damit einverstanden aber Luther meint das Ernst.
00:12:18: Todernst sogar und er lässt sich durch seinen Vater nicht von diesem Weg abbringen.
00:12:24: Und Luther wird ein vorbildlicher Mönch.
00:12:27: Er fastet wie kein anderer, er betet mehr als die anderen Die stunden gebeten macht der alle mit bravur nachts wachter erfriert in seiner zelle.
00:12:37: später würde dann mal sagen Wenn je einen mönch durch möncher rei in den himmel gekommen wäre Dann wäre ich es gewesen sagt er von sich krass oder aber es hilft nicht.
00:12:49: Es hilft ihm nicht Weil je mehr er tut, je mehr ihr da investiert, desto größer wird seine Angst.
00:12:56: Er beichtet stundenlang jede Kleinigkeit.
00:12:59: kaum ist er aus dem Beichtstuhl raus fängt er wieder von vorne an und ihm fällt noch was ein sein Beichtvater Johann von Staupitz.
00:13:08: der wird fast ungeduldig mit ihm und sagt einmal es solle doch mit echten Sünden kommen und nicht mit solchem Kleinkram.
00:13:15: Das ist hochinteressant zu lesen.
00:13:17: Aber all das hilft Martin Luther nicht in diesem Moment, in seiner Verzweiflung!
00:13:22: Es hilft nicht... Die Angst wird nur größer und er denkt okay ich werde nach Rom reisen Ich werde auf Knien die heiligen Stufen hinauf rutschen Und das tut er dann auch.
00:13:36: Auf jeder Stufe betet er ein Vater Unser um irgendeine Seele aus dem Fegefeuer zu erlösen.
00:13:44: Und oben angekommen steht er auf und fragt sich,
00:13:47: wer
00:13:47: weiß ob das wahr ist.
00:13:49: Wer weiß, ob das was gebracht hat?
00:13:52: Und dass die Falle in der Luther saß, wer sich seinen Wert vor Gott verdienen will, der kommt irgendwie nie an!
00:13:59: Weil wann ist es
00:14:00: genug?!
00:14:01: Wann is es
00:14:01: genug!?
00:14:02: Wie viele Gebete musst du sprechen, dass du sagen kannst, jetzt ist es
00:14:05: genug!!!
00:14:06: Wie viele Taten, gute Taten musst du tun um sagen zu können jetzt reicht es aus.
00:14:11: Wie viel Verzicht ist hilfreich damit?
00:14:13: du sagst so Jetzt ist es bestimmt so dass ich Gott gefalle.
00:14:17: Da gibt's keine Ziellinie versteht ihr?
00:14:19: Und genau das mein Paulus wenn er hier sagt durch die Werke des Gesetzes wird niemand gerecht.
00:14:25: nicht weil diese guten Werke schlecht wären Nicht weil das alles verpönt oder absurd wäre sondern Weil diese Werke die Last nicht tragen können die wir ihnen aufbürden.
00:14:36: Wie heißt es hier?
00:14:37: Gott spricht jeden von seiner Schuld frei und nimmt jeden an, der an Jesus Christus glaubt.
00:14:45: Nur diese Gerechtigkeit lässt Gott gelten!
00:14:49: Ich finde das eine gute Nachricht in unserer Zeit.
00:14:51: einfach so glaube an Jesus und dann bist du gerecht vor Gott.
00:14:57: also richtig vor Gott könnte man auch sagen Wisst ihr, ich habe in der Seelsorge immer wieder mit sehr verzweifelten Menschen zu tun.
00:15:05: Auch gerade jetzt in der eher dunklen Jahreszeit und für mich selber war es mal ein riesen Trost dann paar Kapitel weiter in diesem Römerbrief zu lesen.
00:15:16: und da steht eine Aussage die ich seitdem immer und immer wie das sage grade in verzweifelde Herzen und Seelen hinein.
00:15:24: Das sagt Paulus in Römer VIII, Vers.
00:15:26: I. so gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
00:15:32: Klingt sehr frommdeutsch meint aber hey wenn du an Jesus glaubst dann wirst du nicht verdammt.
00:15:37: das atmet Freiheit das Atmet Hoffnung.
00:15:41: da ist Licht im Dunkel Es gibt keine Verdammenes Boah.
00:15:45: ich werde nicht verurteilt.
00:15:46: wie cool ist das denn?
00:15:48: Zurück zu Luther und seinem Beichtvater Staupitz, der tut dann letztlich was Kluges.
00:15:54: Er schickt Martin Luther nach Wittenberg, lässt ihn dort ein Doktor der Theologie werden und gibt ihm eine Bibel an die Hand und sagt, leere diese Bibel!
00:16:06: Leg sie aus!
00:16:07: Predige Sie!
00:16:09: Und so sitzt Luther Tag für Tag mit der Bibel am Schreibtisch.
00:16:14: das Turm im Wittenberger Kloster – man kann es sich angucken.
00:16:18: Er sitzt Tag für Tage über den Psalmen, über dem Römerbrief und er studiert was da steht.
00:16:25: Und ein Wort das fällt ihm immer wieder so schwer auf die Seele.
00:16:30: Er hasst dieses Wort Gerechtigkeit Gottes!
00:16:33: Er mag es einfach nicht und er versteht es so wie man's ihm beigebracht hat nämlich Gott ist der gerechte Richter und er weckt genau ab und er straft die Sünder.
00:16:46: der wie Martin Luther nie genug ist, der nie genug getan hat, nie genug geleistet hat.
00:16:53: Für so einen ist das keine gute Nachricht!
00:16:55: Das ist ein Urteil.
00:16:57: und er schrieb dann ich also Martin Luther liebte Gott nicht.
00:17:02: ja ich hasste viel mehr den gerechten und die sünder strafenden Gott.
00:17:06: Ich will mal im Moment innehalten.
00:17:08: vielleicht geht es dir wie Luther?
00:17:10: Und du hast eine Gottesvorstellung wo du sagst diesen Gott von dem ich höre Den lieb ich nicht.
00:17:16: Diesen Gott, von dem mir andere erzählt haben, den lieb' ich nicht!
00:17:20: Diesen gerechten Richter, den kann ich nicht lieben, den will ich auch gar nicht
00:17:25: liebe!".
00:17:25: Wie geht's dir mit deiner Gottesvorstellung?
00:17:28: Mit dem was du in all den Jahren und Jahrzehnten gehört oder gelernt hast ist dir.
00:17:33: Martin Luther ging einen Weg Der hielt viele Vorlesungen, vieles kann man Gott sei Dank nachlesen und bis fifteenhundertdreizehn verstand er diesen Begriff der Gerechtigkeit Gottes eher angsteinflößend.
00:17:48: Weil er das genauso erfahren hat in seiner Kultur damals!
00:17:53: Da gibt es einen, der straft unerbittlich jede Sünde.
00:17:58: Und haben wir nicht früher auch in unseren Kreisen Lieder gesungen wie Pass auf kleines Auge was du siehst Pass auf, kleine Hand.
00:18:06: Was du tust.
00:18:07: und wenn ich dieses Lied heute singe dann denke ich, ah!
00:18:11: Ich weiß gar nicht ob das heute noch singbar ist.
00:18:15: Da aller Richtigkeit dieses Textes.
00:18:17: Versteht ihr?
00:18:17: Da haben wir selber in unserer Kultur solche Lieder und Dinge wo ich denke, ich halte da lieber die Luft an.
00:18:25: für Martin Luther war es auch so.
00:18:27: er hasst diesen Gott.
00:18:29: Er findet ihn nicht geil und er arbeitet Psalm für Psalme, für PSalm.
00:18:36: Und in diesen Psalmenvorlesungen bahnt sich plötzlich ein Weg in seinen Kopf, in sein Herz, in Sein Tun!
00:18:44: Im Psalm seventy-firs zwei entdeckt er – da steht «Er rette mich durch Deine Gerechtigkeit».
00:18:52: und plötzlich merkt Luther es gibt also eine rettende Gerechtigkeit, eine befreiende Gerechtigkeiten für ihn ein völlig neuer Gedanke.
00:19:02: Luther lehrt und studiert und merkt dann plötzlich, dass die Gerechtigkeit von der Paulus in unserem Abschnitt spricht nicht die ist mit der Gott uns misst sondern es ist die, die Gott uns schenkt.
00:19:16: Gott macht gerecht!
00:19:17: Nicht weil wir es verdient hätten, sondern aus Gnade unverdient.
00:19:22: Und wir empfangen sie einfach weil wir sagen ja das kann ich glauben vielleicht zaghaft vielleicht noch gepaart mit Zweifeln, vielleicht mit ganz vielen Fragen gekoppelt.
00:19:32: Aber wir empfangen diese Gerechtigkeit wie ein Bettler der Brot oder andere Almosen empfängt.
00:19:39: Wir haben nichts vorzuweisen!
00:19:41: Wir sind
00:19:41: Beschenkte!".
00:19:43: Und das ist der Punkt wo Luther dann plötzlich merkt hier verändert sich was?
00:19:48: Sein Christus sein Gottesbild verändert sich.
00:19:51: aus dem unerbittlichen Richter Gott wird plötzlich der liebende Vater.
00:19:56: Aus der Heilsungewissheit, aus dem ständigen Fragen bin ich genug?
00:20:01: Wie kriege ich den gnädlichen Gott?
00:20:03: Wird plötzlich heils Gewissheit.
00:20:04: Aus der Ständigen Selbstbetrachtung und nur der Blick auf sich selbst wird er Blick auf Jesus.
00:20:11: Aus dem Richter wird er Erlöser!
00:20:14: Jahrzehnte später hat Luther das dann aufgeschrieben und beschrieben, wie sich das anfühlte.
00:20:19: Und er sagt es wäre ... Es war als wär ich neu geboren werden, als würde eine Tür zum Paradies aufgestoßen werden!
00:20:26: Wie hat er das übersetzt?
00:20:29: So halten wir nun dafür dass der Mensch gerecht wird also richtig wird ohne des Gesetzeswerke allein durchglauben.
00:20:38: Dieses alleinige Vertrauen auf Gottes Gnade katholischen Tradition gar nicht möglich.
00:20:45: Das war undenkbar, das war sinnlos!
00:20:47: Das war eine Anmaßung weil sie jegliche moralische Verpflichtungen und Ordnungen in Frage stellte.
00:20:53: für Luther war das aber die Pforte zum Paradies.
00:20:57: ich habe euch ein O-Ton mitgebracht.
00:20:59: ihr könnt mitlesen was er schrieb.
00:21:02: Luther schreibt, Und hier fühlte ich mich völlig neu geboren und durch geöffnete Tore in das Paradies eingetreten zu sein.
00:21:34: Da zeigt es sich mir so gleich ein anderes Gesicht der ganzen Schrift!
00:21:38: Wie sehr ich eins das Wort der Gerechtigkeit Gottes abgrundtief gehast habe, mit eben solcher Liebe erhob' ich es als dass mir aller süßeste Wort?
00:21:49: So ist mir diese Stelle bei Paulus wirklich das Tor zum Paradies
00:21:53: geworden.".
00:21:54: Es klingt bisschen altmodisch ja aber es is topmodern.
00:21:58: Da hat einer einen Durchbruch gehabt, eine Erkenntnis gehabt, ne Erleuchtung.
00:22:02: Wie würden wir es heute sagen?
00:22:03: Ich weiß es nicht!
00:22:04: Plötzlich zack, ah da gibt's noch was... Für Luther war das so ein Durchbruchs zum Glauben und zu einem völlig anderen Bild von Gott.
00:22:13: Es war eine Gerechtigkeit die vor Gott gilt allein durchglauben Und später hat er dann das neue Testament übersetzt.
00:22:20: Auch das alte aber auch das neue Hat die deutsche Sprache geprägt wie kein anderer nach ihm Und so fügt er in Römer dreifers achtundzwanzig in unserem Abschnitt, das steht so im Grundtext nicht.
00:22:33: Das Wort ein Allein durch den Glauben.
00:22:36: Eigentlich steht da nur Durch den Glauben und er sagt Allein-durch-den-Glauben!
00:22:40: Seine Gegner die er hatte, die werfen ihm Fälschung und Veränderungen des Wortes Gottesvorn Glutawar überzeugt – das muss man so im Deutschen sagen!
00:22:48: Das geht nicht anders macht anders gar keinen Sinn ja?
00:22:51: Da kommt nichts hinzu.
00:22:53: kein Aber Kein Und, außerdem oder was weiß ich.
00:22:57: Gnade ist ganz Geschenk!
00:22:59: Sonst ist sie keine Gnate und aus dieser Entdeckung wird dann am einendreißigsten Oktober, Fünfzehnehundertsebzehn der Thesenanschlag.
00:23:07: Manche waren vielleicht schon mal in Wittenberg.
00:23:09: hier sind Bilder von... ...und Luther wendet sich gegen die damalige Kultur- und Traditionen in der Kirche.
00:23:18: Luther wenden sich gegen den Ablasshandel, gegen die Ablassbriefe.
00:23:22: Nun, was war das?
00:23:24: Die Ablassbriefe waren Briefe.
00:23:26: Zertifikate würde man heute sagen, die gegen Geld verkauft wurden.
00:23:32: und der Satz, der immer wieder gesagt wurde ist, sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer in den Himmel
00:23:41: springt.".
00:23:42: Das war die Idee.
00:23:44: Klammer auf als Geschäftsidee.
00:23:46: Super!
00:23:46: Kannst du richtig Geld machen?
00:23:47: Mit der Angst anderen Leuten, die du den anderen Leuten einjagst.
00:23:52: Als Geschäftsidee ist super!
00:23:54: Aber das was Luther hier begriffen hat, sagt nee, dass es nicht richtig.
00:23:58: Das geht so nicht liebe Kollegen, liebe Leute, die ihr das macht.
00:24:02: Wer begriffene hat, dass Gott umsonst also einfach so vergibt er kann nicht mehr zusehen wie Menschen Ablassbriefe kaufen sollen um sich Gottes Gnade zu sichern.
00:24:13: Er ister Gegen Und dann geht's los.
00:24:15: Da hat er richtig einen Sturm losgetreten, er wird angeklagt für seine Haltung und für seine Sätze.
00:24:21: Er muss sich vor Kaiser dem Papst und führenden Kirchenleuten verantworten.
00:24:26: Er wird aufgefordert alles zu widerrufen was er geschrieben und gepredigt hat.
00:24:30: und am Reichstagstor Worms, fifteenhundertundzwanzig kommt es zum Showdown.
00:24:35: Er soll wiederrufen!
00:24:37: Aber wisst ihr wer so eine Erkenntnis hat?
00:24:40: Wer vor Gott nichts mehr beweisen muss Der muss sich auch vor Menschen nicht ducken.
00:24:45: Wer vor Gott nichts mehr beweisen muss, der muss sich von Menschen nicht mehr
00:24:48: ducken.".
00:24:49: Und nach einer wirklich umkämpften Nacht – man kann das in dem Luther-Film sehr gut sehen – da kommen die berühmten Sätze, die Augenzeugen so weitergegeben haben im Protokoll.
00:25:01: Von damals steht es ein bisschen anders aber der O-Ton ist genau der gleiche.
00:25:06: Hier stehe ich!
00:25:07: Ich kann nicht anders?
00:25:08: Gott helfe mir!
00:25:09: Amen!".
00:25:11: Das ging in die Geschichte ein.
00:25:13: Nun fragt sich vielleicht mancher, Mann, Luther ist so unter vier Jahre tot.
00:25:18: Was hat das mit uns zu tun?
00:25:19: Was bedeuten diese Sätze und diese Gedanken für uns heute?
00:25:24: Heute rutscht keiner mehr auf Knien irgendwelche Treppen rauf oder runter normalerweise nicht und schon gar nicht vormgeprägt.
00:25:32: aber die Logik von damals ...die Logik des Klos das könnte man sagen... Die Logik dieser Tradition.
00:25:38: die tragen trotzdem manche in sich Und es hat nur andere Gewänder, andere Kleidung.
00:25:45: Die Logik des Klosters von damals steckt in der Stimme die morgen sagt heute musst du endlich produktiver sein!
00:25:53: Du musst endlich richtiger glauben!
00:25:55: Du muss endlich noch mehr beten!
00:25:56: Du könntest auch noch mehr spenden, du könntest noch dies und das vielleicht sogar mal beichten?
00:26:02: Die Logiz von damals, die steckt den Bildern auf unseren Handys oder in unseren PCs auf denen alle anderen schöner, glücklicher, erfolgreicher wirken als wir selbst.
00:26:12: Sie steckt in solchen Gedanken dass ich nur dann was wert bin wenn nicht gebraucht werde Wenn ich funktioniere, wenn ich etwas vorzuweisen habe und sofort fallen uns Sachen ein.
00:26:22: ja unser Haus, unser Auto, Familie, Boot... Was weiß ich?
00:26:27: Die Logik des Glostersteck genau in solchen Punkten!
00:26:30: Was hab' ich vorzuweisen?
00:26:32: Aber mal ehrlich ist das die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt?
00:26:35: Ich glaube nicht.
00:26:37: Wir haben Ablassbriefe abgeschafft, ja Gott sei Dank.
00:26:40: Aber wir zahlen immer noch den Preis der Selbstoptimierung mit Überstunden und ständigen Vergleichen mit eigener Frommalleistung.
00:26:49: Und oft steckt die Logik des Klosters von damals auch in unserem Glauben Und dann wird aus Christsein aus nachfolgenden Leistungen, die ich zu erbringen habe.
00:27:01: Sie steckt in solchen Haltungen, dass man sich ja erst auf eine bestimmte Weise einen frommen Lebensstil anzueignen habe – also Gottesdienstbesuch, Sonntagsbeten, Bibel lesen täglich, spenden mindestens der Zehnte kann auch der Zwölfte sein, mitarbeiten bis zum Umfallen und so weiter und sofort.
00:27:21: Christsein als Leistung!
00:27:23: und plötzlich ist immer die Frage, wann ist es genug gebetet?
00:27:26: Mitgeholfen mitgearbeitet usw.
00:27:28: nochmal das sind alles gute Dinge bin da gar nicht gegen.
00:27:33: aber wenn sie zur Bedingung werden dann sind wir wieder wie bei Luther in der Zeit.
00:27:38: Und in all das hinein sagt Paulus nun aber du musst dich nicht vor Gott rechtfertigen Du bist schon gerechtfertigt Es ist schon Fakt Nicht wegen Deiner Bilanz, nicht bei dem was Du bei Dir selber entdeckst sondern weil Jesus für Dich eingetreten ist ohne Verdienst aus Gnade.
00:27:58: Und da is kein Unterschied!
00:27:59: Der Erfolgreiche ist nicht besser als der Gescheiterte, der Fleißige nicht mehr als der Erschöpfte der Kirchenvorstand nicht mehr wie der zum ersten Mal in einer Kirche ist.
00:28:09: Wir stehen alle auf dem selben Boden und niemand muss den anderen übertrumpfen.
00:28:15: Und wenn das Realität wird, dann ist das echte Gemeinschaft der Glaubenden.
00:28:20: Das verdient auch diesen Namen und vielleicht gilt es heute neu am Tag nach dem Reformationstag diese Sätze nochmal neu zu hören.
00:28:31: Vielleicht, so könnte ich mir vorstellen, ist der ein oder andere unter uns, der sagt Gott sei Dank!
00:28:37: Ich muss nicht mehr!
00:28:39: Wisst ihr?
00:28:40: Das sorgt für Entspannung, das sorgt Das nimmt manchen Druck aus, manchen Köpfen.
00:28:46: Aber heißt das jetzt?
00:28:47: Ist es egal was wir tun?
00:28:49: Nein!
00:28:50: Luther hat selbst das mal so auf den Punkt gebracht und hat das Bild des Baumes gebracht.
00:28:55: er sagt gute Früchte machen keinen guten Baum aber ein guter Baum bringt gute Frücke.
00:29:01: also die Logik ist völlig klar.
00:29:03: Ein guterbaum bringt gute früchte Aber nur weil wir was sehen, heißt es noch nicht.
00:29:09: Dass der Baum auch so ist versteht ihr?
00:29:12: Es kommt darauf an dass die Wurzel das der Stamm dieses Baumes tief in Christus verankert ist.
00:29:19: Wir tun dann das Gute nicht mehr um Gott zu gefallen und ihn zu beeindrucken.
00:29:23: So nach dem Motto Gott hast du schon mal gesehen was ich für ein toller Hecht bin?
00:29:27: Sondern wir tun das ohne den Anspruch zu haben dass es Gott gefallen muss.
00:29:34: Wir tun es aus Dankbarkeit, aus Angst.
00:29:39: Es könnte nicht genug sein – wird Dankbarheit!
00:29:41: Ausmüssen wir dürfen.
00:29:43: und dass die Freiheit eines Christenmenschen von der er später dann schreibt.
00:29:47: So wie wir sind, sind wir okay in Gottes Augen.
00:29:51: Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
00:29:55: Mir fallen sofort Menschen ein, die früher mal bei mir in einer Jungschau waren hier oder anderswo Im Jugendkreis waren hier oder anderswo und plötzlich habe ich Bilder, Gesichter, Namen vor Augen.
00:30:10: Gilt das auch für die?
00:30:11: Die früher mal dabei waren in unseren Reihen!
00:30:13: Hier in diesem Haus.
00:30:15: Wo sind sie jetzt?
00:30:16: Ich glaube dass das eine tiefe Befreiung sein kann für uns.
00:30:20: Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind Und ich muss nicht bewerten ob das reicht oder nicht reicht Das macht schon Gott selbst.
00:30:29: Ich bin der tiefen und festen Überzeugung, dass es für jeden dieser Männer- und Frauen Hoffnung gibt, sobald sie an Jesus dran geblieben sind.
00:30:39: Und wisst ihr?
00:30:39: Ich habe inzwischen so viele Geschichten gehört wo Menschen gefühlt, dreißig Jahre oder länger weg waren!
00:30:46: Sondern der Motto nehmt Kirche haben die ja nichts mehr zu tun.
00:30:49: Dann tauchen Sie plötzlich wieder auf warum auch immer?
00:30:52: weil eine Krankheit oder ein Todesfalle oder irgendeine andere Krise ist.
00:30:56: wenn ich dann gefragt hab hey Wie geht es dir mit dem Glauben an Jesus?
00:30:59: Wie geht's denn dir mit
00:31:00: Jesus?"
00:31:00: Da haben sie gesagt, Andreas ich war nie weg und wir würden sagen aber du warst auch nicht hier.
00:31:05: Versteht ihr dieses Spannungsfeld?
00:31:06: Und die weiß nie wie Gott das beurteilt.
00:31:08: Gott sei Dank muss ich das nicht beurteilten.
00:31:10: Das wird schon er tun!
00:31:11: Und da bin ich froh, er ist hundertprozent gerecht.
00:31:16: Er macht das dann schon richtig.
00:31:18: Ich muss das nicht bewerten, ich bin da frei.
00:31:20: Verstet ihr aus Angst wird Dankbarkeit, aus Müssen wird dürfen dass die Freiheit, die dieser Text atmet.
00:31:27: Am achtzehnten Februar, Fünfzehnhundertsechsendvierzig stirbt Martin Luther in Eisleben.
00:31:33: Also in der Stadt, in der er geboren wurde.
00:31:36: und nach seinem Tod findet man in seinem Bett so einen kleinen, klitzekleinen Zettel wo es seine letzten Worte aufgeschrieben hat und darauf steht wir sind Bettler.
00:31:48: das ist wahr!
00:31:50: Der Mann Kaiser und Papst, die Stirn geboten hat.
00:31:53: Der Mann der die Bibel übersetzt hat, der die Kirche verändert hat wie kein anderer.
00:31:57: Er sieht sich am Ende als Bettler!
00:32:00: Und das klingt nicht mal verzweifelt sondern... Das atmet so eine Freiheit.
00:32:05: Ein Bettler muss nichts vorweisen.
00:32:06: er kriegt alles geschenkt.
00:32:08: Er kriegt Alles anvertraut in die Hände gelegt.
00:32:10: Gott füllt diese Hände Wie es in Bettler.
00:32:13: das ist wahr versteht ihr?
00:32:15: Das ist die Botschaft von Römer III Die Atmetfreiheit Und das ist die Botschaft der Reformation.
00:32:22: Sie gilt heute dir, mir und uns!
00:32:25: Du musst nicht genug sein – Gott ist genug für dich und für uns.
00:32:29: Amen.