Predigten

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00:00:04: Herzlich Willkommen zum Podcast der Stadt in St.

00:00:06: Wolfsburg!

00:00:07: Wir wünschen dir viel Segen beim Nuchen der Inhalter.

00:00:18: Kraft, liebe Besonnenheit, glaube und unsicheren Zeiten.

00:00:23: so habe ich die Predigt überschrieben und so hat Margitta schon drauf hingeführt.

00:00:29: In den letzten Wochen und Monaten da konnte man an so vielen Stellen merken wie unsicher und unkonkret gerade Vieles ist das manches auch offen ist und wir nicht so richtig wissen, wie es die nächsten Tage, Wochen, Monate Jahre sein wird.

00:00:44: Da waren die letzten Wochen zum Beispiel die Wahlen oder die heutige Wahl in Berlin – die Verschiebungen und Polarisierung mit sich bringen.

00:00:52: Die einen sind begeistert über das was daraus gekommen ist und die anderen sind voller Sorge.

00:00:58: Da gibt es Unsicherheiten angesichts internationaler Konflikte, was die Wirtschaft angeht, was den Frieden angeht Aber auch ganz konkret die Folgen in den Preisen nicht nur für den Sprit, sondern auch für das Alltägliche was uns dann doch irgendwie alle wieder bewegt.

00:01:12: Obwohl das alles soweit weg ist oder auch Wolfsburg.

00:01:17: VW ist nicht irgendein Unternehmen.

00:01:20: Für viele von uns hängt viel daran Der Arbeitsplatz Die Familie Die persönliche Zukunft.

00:01:26: Ja, die ganze Stadt ist irgendwie damit beschäftigt und wir wissen nicht wie sich das entwickelt und wie es geschweige denn in zwei Monaten oder nächstes Jahr aussehen wird.

00:01:36: Und diese Veränderungen, diese Unsicherheiten machen ja auch vor Gemeinde- und Kirche nicht halt unsichere Zeiten.

00:01:43: vielleicht beschäftigen dich aber diese großen Themen Politik Wirtschaft Frieden und Religion gar nicht so sehr.

00:01:49: dafür merkst du dass an ganz persönlichen Situationen dass deine Kräfte nachlassen, das vielleicht eine Diagnose dein Leben verändert oder die Menschen, die dir nahestehen mit Krankheit und mit Unsicherheit geplagt sind.

00:02:03: Wie reagieren wir in solchen unterschiedlichen Situationen?

00:02:06: Denn unterschiedlich sind sie – jeder steht in einer anderen Situation, in einem anderen Erfahrung-, mit einem anderen Ausblick!

00:02:13: Aber ich glaube, dass wir doch eine gemeinsame Erfahrung damit machen.

00:02:18: Vieles was früher stabil war und selbstverständlich wirkte ist gar nicht mehr so sicher.

00:02:24: Also was könnten das für Reaktionen sein, wenn wir in solchen unsicheren Zeiten herausgefordert sind?

00:02:31: Ich kenne von mir zwei Möglichkeiten wie ich auf solche Herausforderungen reagiere.

00:02:36: Die eine Reaktion ist Rückzug.

00:02:38: Wer bin ich denn schon dass ich etwas ausrichten kann Dass ich etwas verändern kann?

00:02:43: Lieber bin ich vorsichtiger ehe ich mich aute ehe position beziehe Ehe ich Verantwortung für irgendwas übernehme überhaupt nicht überblicken kann, was das für Konsequenzen mit sich bringt.

00:02:54: Nicht nur in meinem Alltag sondern auch im meinem Glaubensalltag Herausforderungen Widersprüche Spannungen Zerwürfnisse.

00:03:02: also ziehe ich mich doch lieber zurück.

00:03:04: Ich werde lieber still.

00:03:05: Hauptsache ich ecke nicht an Hauptsuche ich werde nicht angreifbar und manchmal gebe ich dann auch die Hoffnung auf dass es besser wird Sondern ich warte einfach bis es sich von selbst klärt.

00:03:15: Rückzug vielleicht kennst du das auch.

00:03:18: Das Gegenteil kenne ich aber auch.

00:03:20: Eine gewisse Härte spüre ich dann in mir, nicht nur meinem Herzen sondern auch meinen vollen Taten dran.

00:03:25: Wenn ich mich bedroht fühle, dann werde ich auch kämpferisch Denn in solchen unklaren Situationen brauche ich klare Antworten.

00:03:32: Ein einfaches schwarz-weiß Wer ist der Feind?

00:03:34: Wer hat Schuld?

00:03:36: Dagegen gehe ich vor das löse Ich und stelle das alte gute bewährte Auch das hoffnungsvolle im Blick nach vorne wieder her.

00:03:44: Das kenne ich nicht nur im persönlichen, in Streitereien.

00:03:47: In Beziehungen, in Erziehung, in Familienleben Sondern das kenne auch einen Glauben.

00:03:53: Dann denke ich jetzt ist der Moment wo ich doch klarer werden müsste.

00:03:56: Jetzt ist der moment wo ich keinen Zentimeter nachgeben darf.

00:03:59: Wenn ich jetzt ein stück zurück gehe und nachgebe dann verliere Ich alles!

00:04:04: Ich muss den Glaubem erst recht verteidigen.

00:04:07: Vielleicht kennst du das auch?

00:04:09: In unserem Predigtext geht es nicht direkt um diese Härte oder diesen Rückzug.

00:04:14: Aber ich finde mich da komplett wieder in unserer Situation.

00:04:17: Zweiter Timotius I, sieben bis zehn haben wir gerade gelesen und gehört.

00:04:22: Der junge Timotus ist herausgefordert.

00:04:24: Vieles für ihn ist auf einmal unsicher.

00:04:27: vieles was vorher klar war und ihm halt Kraftorientierung gegeben hat ist infrage gestellt.

00:04:33: Zum Beispiel Apostel Paulus.

00:04:35: Seine zentrale Bezugsperson ist nicht vor Ort sitzt im Gefängnis.

00:04:39: Wie wird es wohl ausgehen?

00:04:40: Wird er ihn wieder ermutigen, stärken und begleiten?

00:04:43: Wenn er sich jetzt zu Paulus stellt wird es für ihn mit Sicherheit Konsequenzen geben.

00:04:47: Das Evangelium zu vertreten merkt Timothius.

00:04:50: das kostet etwas Und so steht der in der Gefahr zurückzuweichen und hart zu werden.

00:04:56: In diese Situation schreibt Paulus und ermutigt ihn.

00:04:59: Doch er sagt nicht einfach solche Parolen wie Timothias Du musst einfach nur stark bleiben.

00:05:03: Bleib treu Hab keine Angst Sorge dich nicht!

00:05:06: Das wird schon werden.

00:05:08: Die entscheidende Frage für Paulus ist eine ganz andere.

00:05:11: Nicht die Angst ist das Problem, sondern was es ist, was uns bestimmt.

00:05:15: Was bestimmt dich?

00:05:16: Wenn Angst und Unsicherheit ganz real werden!

00:05:19: Was bestimmt Dich wenn Du Angst und Unsicherheit

00:05:22: erlebst?!

00:05:24: Paulus legt direkt los denn Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben.

00:05:32: Ängstlichkeit könnte man viel besser in dieser Stelle mit Verzagtheit übersetzen.

00:05:36: An anderer Stelle gebraucht Paulus viel mehr diesen Schwerpunkt des Wortes, Geist der Verzagtheit!

00:05:42: Denn hier geht es nicht darum dass man als Christ, als Nachfolger und hoffnungsvoll voller Christ keine Angst haben darf.

00:05:49: Denn Paulus sagt ja nicht wenn du wirklich genug glaubst, wenn du stark genug bist dann wirst du souverän davon kommen.

00:05:55: da wirst Du keine Angst habe kein Grund zum Sorgen und schon gar keine Unsicherheit Denn genau das Gegenteil ist ja eigentlich der Fall.

00:06:01: Paulus selbst kennt solche Momente, was es bedeutet Leid, Kummer und Schmerz zu haben, Verfolgung zu erfahren Anfechtungen Und ganz konkret als er diesen Brief schreibt Die Nähe des Todes.

00:06:14: Was möchte er stattdessen eigentlich sagen?

00:06:16: Dass wir uns nicht von solchen Ängsten bestimmen lassen müssen Nicht in der Theorie sondern ganz praktisch wenn wir sie spüren und erleben.

00:06:24: die Frage ist also viel mehr bestimmt die Angst mein Handeln Lässt sie mich zurückweichen davon, wozu ich eigentlich beauftragt bin?

00:06:33: Ich glaube an dieser Stelle geht es nicht um irgendwelche Angsttheorien oder irgendwelchen psychologischen Trinks.

00:06:39: Ich glaube Angst darf an der Stelle einfach stehen bleiben.

00:06:41: Die Frage ist vielmehr ob diese Angst die wir erfahren uns bestimmen darf wie wir leben, wie wir glauben und wie wir handeln.

00:06:49: Paulus überrascht indem er einen zweiten Satz anschließt.

00:06:53: Denn er schreibt nicht einfach nur, Gott hat uns keinen Geist der Ängstlichkeit oder Verzagtheit gegeben und er schreibt nämlich nicht sondern ein Geister Tapferkeit.

00:07:02: Das würde man viel mehr erwarten denn der Engstlichkeit steht die Tapferkei gegenüber.

00:07:07: Stattdessen nennt er drei Dinge Die VerzagTheit und die Ängzlichkeit.

00:07:12: Ihr entgegengestellt stehen Kraft Liebe und Besonnenheit.

00:07:16: Die Kraft Paulus spricht von einer Kraft, die vom Gott kommt.

00:07:21: Es ist Gotteskraft, nicht die eigene.

00:07:24: Er sagt nicht reist dich einfach zusammen du musst stärker werden.

00:07:27: suche das was du am besten kannst und tue das.

00:07:30: halte an dem fest was sich bewährt hat.

00:07:32: er sagt es kommt auf die Kraft Gottes an.

00:07:35: diese Kraft befähigt uns einen Auftrag wahrzunehmen den Gott jeden einzelnen von uns schenkt.

00:07:41: Diese Kraft und dafür steht Paulus mit seinem ganzen Leben und seinem Glauben Die verhindert nicht automatisch Schwierigkeiten und Unsicherheiten.

00:07:49: Stattdessen soll Timotius sogar in der Kraft bereit sein, das ist die krasse Zuspitzung für das Evangelium mitzuleihen.

00:07:56: Diese Kraft, die schützt nicht dass irgendwelche Unsicherheiten uns erspart bleiben diese Kraft gibt uns Gott, dass wir selbst in Schwierigkeiten bestehen können, für die unsere eigene Kraft eben nicht ausreicht.

00:08:10: Liebe!

00:08:10: Für Paulus steht aber die Kraft nicht allein.

00:08:13: sie ist bedingt und bestimmt durch die Liebe denn Und das hat Paulus auch so oft erfahren und das kenne ich, vielleicht kennst du das auch.

00:08:21: Das Kraft ohne Liebe sehr schnell zur Härte wird!

00:08:24: Ich kann sehr überzeugt für die Wahrheit kämpfen und komplett am Ziel vorbeischießen sowie Paulus später davor warnt, Für DIE Wahrheit zu Kämpfen und an Menschen vorbeizugehen sie zu verletzen und sie zu verechtlichen.

00:08:39: Für Paulus ist es kein Widerspruch dass Glaubens treue und Liebe nebeneinander stehen.

00:08:44: einander bedingen.

00:08:45: Weiß nicht, wie es dir geht.

00:08:46: für mich sind das zwei Dinge die nicht oft zusammen passen.

00:08:49: Doch für Paulus ist diese Glaubensklarheit, diese Kraft, die von Gott kommt am Evangelium festzuhalten sich nicht zu verbiegen, nicht loszulassen, nicht ohnmächtig sich zur Seite zu begeben bedingt dadurch lieb übervoll diese Kraft einzusetzen – nicht nur für Gott sondern Für Menschen!

00:09:08: Kraft, Liebe und Besonnenheit.

00:09:10: Besonnenkeit ist das Dritte was sich der Verzagtheit entgegenstellt.

00:09:14: Mit Besonnenheit meint aber Paulus nicht einfach ein, ich warte mal ab.

00:09:18: Ich reagiere besonders indem ich das einfach beobachte Wahrnehmeprotokolliere und dann auswerte und schaue wann ich denn dann endlich zum Zugekommen kann.

00:09:26: Er meint auch nicht dass ich manches dann anfange zu relativieren und aufzudröseln und schon gar nicht Konflikten auszuweichen.

00:09:34: Paulus fordert Timurthius viel mehr auf nüchtern hinzuschauen... ...zu unterscheiden!

00:09:39: die eigene Position zu verstehen, zu reflektieren realistisch einzuschätzen und nicht jede Aufregung und jede Angst mit der Wahrheit zu verwechseln.

00:09:48: Sich selbst zur Hinterfragen.

00:09:51: Besonnenheit vielleicht so in diesem Verständnis als ein vernünftiges Selbstbeherrsch des, der Situation und der Verantwortung entsprechendes handeln das die eigene Begrenztheit wahrnimmt weil man nicht alles verstehen muss.

00:10:05: Diese Verzagtheit, die Tymotius spürt, der stellt Paulus nicht die Tapferkeit entgegen sondern die Kraft Gottes, die ohne Liebe hart werden kann.

00:10:13: Er stellt aber auch die Liebe entgegend, die nicht einfach nur bedeutet jeden Konflikt auszuweichen, er stellt die Besonnenheit entgegnet, die Angst und Empörung nicht mit der Wahrheit verwechselt.

00:10:24: Paulus sagt zu Tymothius sind gemäß Weiche nicht zurück.

00:10:27: Werde aber auch nicht hart!

00:10:29: Lass dich von dem Geist Gottes bestimmen vom Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheid.

00:10:34: Paulus bleibt nicht nur bei dieser schönen Theorie stehen, sondern er geht einen Schritt weiter.

00:10:40: Es soll nicht nur eine Haltung im Glauben sein sich von Gottes Kraft seiner Liebe und seiner Besonderheit leiten zu lassen Sondern es hat konkrete Auswirkungen für das Handeln von Timotius.

00:10:49: Schäme dich nicht als ne Aufforderung!

00:10:51: Timotios soll zum Evangelium von Jesus Und zum Gefangenen Paulus stehen.

00:10:57: Für Paulus ist das ja eine besondere Herausforderung In diese antiken Ehre-Schandekultur sprich, dass die Ehre wichtiger ist als das was wir als Schande bezeichnen.

00:11:08: Da steht Timotius nun in der Gefahr wenn er sich Paulus zur Seite stellt, wenn er ihn nicht loslässt, dass er selbst seinen Status verliert.

00:11:17: Paulus hat in der Gesellschaft den Statist schon längst verloren.

00:11:20: Er beteuert, dass es für den Glauben getan hat und das ist seine Hoffnung warum er auch für das Evangelium leiden kann.

00:11:26: Glaubenstreue zu der Paulus hier Timotios aufruft schäme dich nicht bedeutet nicht einfach nur Innerlich halte ich meine Überzeugung fest.

00:11:35: Ich festige sie, ich halte daran fest was ich weiß, was ich verstanden habe.

00:11:40: Ich weiß worum es geht.

00:11:42: Paulus fordert viel mehr dazu auf Stehe dazu.

00:11:45: Bleib verbunden Weiche nicht zurück erst recht dicht wenn's unbequem wird.

00:11:50: Bis hierhin diese Ferse.

00:11:52: Wenn wir sie isoliert stehen lassen könnten Sie leicht missverstanden werden Denn bis hierhin ist die Botschaft Seimutiger Sei liebevoller, sei besonnener.

00:12:02: Wenn du in Spannungen und Herausforderung Unsicherheiten stehst, könnte man sagen bis hierhin, sei mutiger!

00:12:08: Sei liebefoller und sei besonner.

00:12:11: Vielleicht hilft das wenn du der Typ bist der diese Aufforderung braucht indem das Kraft und Liebe und Besonnenheit frei setzt.

00:12:18: Paulus weiß aber dass das nicht immer ausreicht Und er bleibt bei Timotius nicht stehen.

00:12:23: Er wechselt die Perspektive.

00:12:24: Zuerst hat er Timotios mit seinen Herausforderungen Mit seiner Situation wahrgenommen in der wir uns wiederfinden dürfen und nun wechselt er diese Perspektive.

00:12:33: Er erklärt Timothius als Nächstes, was Gott schon längst getan hat.

00:12:38: Mit dem nächsten Vers beginnt Paulus nicht mit einer neuen Aufforderung.

00:12:41: Du dies als nächstes, lasse das als übernächstes sondern er beginnt mit einer Beschreibung, mit einer Tatsache.

00:12:47: Er hat uns gerettet!

00:12:48: Gott hat uns geredet und uns berufen.

00:12:51: Nicht aufgrund unserer Werke, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und nach seiner Gnade.

00:12:57: Paulus macht deutlich, dass Glaube nicht damit beginnt das wir etwas getan haben.

00:13:03: Dass wir etwas vorzuweisen hätten.

00:13:05: Glaube beginnt damit was Gott für uns tut.

00:13:08: Ganz konkret!

00:13:09: Nicht weil wir es durch entsprechende Leistung verdient hätten.

00:13:12: Nicht weil Timotius stark und mutig genug ist.

00:13:18: Nicht Weil Paulus besonders treu ist Und auch nicht weil unser Glaube besonders gut vertretbar ist und schon gar nicht, weil unsere Gemeinde alles richtig macht.

00:13:27: Das ist nicht der Grund warum Glaube durch Liebe, durch Kraft und Besonnenheit getragen wird.

00:13:33: Für Paulus steht fest die Gnade steht am Anfang.

00:13:36: das ist es was ihn selbst und Timotius tragen und leiten darf und dass hat praktische Konsequenzen Nicht nur für Timotios sondern an dieser Stelle auch für uns.

00:13:45: für all Die Unsicherheiten die ich am Anfang versucht habe zu skizzieren könnte das dann nämlich bedeuten Wir müssen unsere Zukunft nicht kontrollieren.

00:13:56: Denn Gott tut es schon längst!

00:13:58: Wir müssen nicht mit unserer Stärke beweisen, dass Glaube funktioniert und so widersprüchlich das auch klingen mag.

00:14:09: Wir müssen weder die Welt noch die Kirche aus unserer eigenen Kraft retten aber Wir sollen das Evangelium im Blick behalten und ihm treu bleiben.

00:14:18: Der Auftrag ist, dem Evangelium treu zu bleiben.

00:14:22: Und das heißt eben nicht – dass Kirche uns egal ist!

00:14:25: Natürlich gestalten wir Gemeinde in irgendeiner Form mitten in all den Unsicherheiten.

00:14:30: Und natürlich sollten wir auch Verantwortung nicht nur für Gemeinde sondern auch für Familie, für Partnerschaften, für Ehren, für Freunde, für unsere Stadt ja und auch für die ganze Welt übernehmen.

00:14:40: Aber das Evangeluum hängt nicht daran, dass wir darin erfolgreich sind gründet in seinem eigenen Vorsatz und in seiner eigenen Gnade.

00:14:50: In Verszehn sagt Paulus, dass diese Gnede schon jetzt real ist.

00:14:53: Die ist nicht nur damals irgendwann bei Mose und Jesaja und Jesekil passiert oder in der ganzen Könige und Richterzeit und all den Propheten – sie wird auch nicht irgendwann nur geschehen wenn er wiederkommt.

00:15:06: Diese Gnode ist schon jetzt Real!

00:15:10: Das ist jetzt, wo Jesus Christus diese Welt in dieser Welt erschienen ist Wirklichkeit geworden.

00:15:21: Die Gnade von der er hier spricht die die Grundlage bildet es nicht nur irgendwann sie ist auch nicht mehr verborgen.

00:15:27: wenn wir Jesus anschauen dann sehen wir Gottes Helfende und Gottes rettende Hand und sein Handeln.

00:15:33: Und dann sagt Paulus Er, unser Retter hat den Tod entmachtet.

00:15:41: Denn in diese Situation schreibt Paulus diesen Brief – er steht seinem Toten hau.

00:15:46: Und auch wir kennen ja heute den Tod in seiner vollen Härte!

00:15:49: Denn obwohl Gott den Tod überwunden ihn entmachtet hat, ist er ja nicht einfach verschwunden.

00:15:56: Die Wirklichkeit des Sterbens hat ja nicht so einfach aufgehört!

00:15:59: Das heißt nicht dass der Tod aus unserer Welt verschwinden wäre.

00:16:02: Paulus sagt, der Tod wurde entmachtet.

00:16:04: Seine letztgültige Herrschaft wurde gebrochen.

00:16:07: Christus hat den Tod nicht aus unserer welt verschwenden lassen aber er hat ihm das letzte Wort genommen und das kann uns auch heute ganz nah sein.

00:16:15: Denn manche von uns haben es ja schon ganz persönlich erlebt was es bedeutet wenn Freunde oder Familie sterben Wenn der Ehepartner fehlt wenn Krankheiten mehr werden und der eigene Körper uns daran erinnert, dass das Leben endlich ist.

00:16:28: Die Hoffnung aus dem zweiten Tümotius-Brief sagt, dass alles nicht so halbschul schlimm wäre – das ist nicht die Kernaussage!

00:16:35: Und auch nicht, dass Trauer unnötig ist und dass wir als Christen keine Angst haben sollten weil alles einfach schon besser wird irgendwann.

00:16:42: Unsere auf Christus ausgerichtete Hoffnung sagt «der Tod ist real».

00:16:47: Aber er ist nicht mehr endgültig.

00:16:48: Der Tod beendet unser irdisches Leben, so beschreibt es Paulus später im Korintherbrief.

00:16:53: aber er beendete nicht Gottes Geschichte mit uns.

00:16:56: und das Schöne ist dass Paulus hier nicht mit diesem überwundenen entmachteten Tod stehen bleibt sondern den Bogen zu uns dann bringt Wenn selbst der Tod nicht mehr das letzte Wort hat, dann müssen nämlich auch unsere Ängste nicht die letzte Macht über unser Handeln und unser Glauben haben.

00:17:12: Der Tod ist nicht das Ende.

00:17:14: Das wird dann nämlich greifbar, dass Paulus schließt und sagt in Verszenen und hat uns das Leben gebracht, das unvergänglich

00:17:21: ist.".

00:17:22: Oft reden wir von der Notwendigkeit des Evangeliums – all die Schuld und die Ungerechtigkeit!

00:17:27: All das was beglichen und korrigiert werden muss wogegen wir sind.

00:17:31: aber das Evangelium erzählt viel mehr wofür es ist und Paulus stellt heraus, dass das Evangelien vom Leben spricht denn Gott schenkt Leben auch mitten in Unsicherheiten.

00:17:42: Wir sind hier so zusammen und wir wissen nicht, wie es morgen weitergeht.

00:17:47: Weder in unserer Gesellschaft noch in unserer Gemeinde, in unserer Stadt und auch ganz persönlich in deinem, in meinem Leben.

00:17:54: aber wir müssen deshalb nicht einfach zurückweichen und es aushalten uns verstecken.

00:17:59: Wir müssen aber auch nicht hart werden und kämpfen!

00:18:02: Wir dürfen uns auf Gott verlassen denn Gott hat uns einen Geist der Besonnenheit gegeben, der Kraft und der Liebe.

00:18:09: Die Ängstlichkeit und Verzagtheit bleibt real und der dürfen wir Gott entgegengestellt werden weil er in uns ist.

00:18:17: Und dann kann das nämlich auch so aussehen dass wenn ich manchmal verzahre und mich zurückziehe Dass Gott genau dort schon längst ist und er mich ermutigt besonnen zu sein und nicht sofort loszulegen und manches mal fordert Er mich vielleicht dann auch zum kämpfen für das Gute Für die Menschen Für den Frieden, für Vergebung, für Korrektur auf.

00:18:35: Aber nicht durch Härte sondern durch Seine Liebe.

00:18:39: Die Kraft kommt nicht daher dass wir uns zusammen reisen.

00:18:42: Sie gründet darin das Gott gehandelt hat.

00:18:44: Er hatte den Vorsatz aus Gnade in Jesus Christus uns zu retten Amen.

Über diesen Podcast

Predigten und Beiträge aus der Stadtmission Wolfsburg e. V.

von und mit Stadtmission Wolfsburg e. V.

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