00:00:04: Herzlich Willkommen zum Podcast der Stadt in St.
00:00:06: Wolfsburg!
00:00:07: Wir wünschen dir viel Segen beim Nuchen der Inhalter.
00:00:18: Der Predigtext heute ist ja zugleich auch die Lesung und ich lese nach der neuen Genfer Übersetzung aus Apostelgeschichte sechs, die Verse eins bis sieben.
00:00:30: Die Zahl der Jünger wuchs unaufförlich.
00:00:33: allerdings wurden in dieser Zeit auch klagen innerhalb der Gemeinde laut – und zwar von Seiten die aus griechischsprachigen Ländern stammten.
00:00:44: Sie waren der Meinung, dass ihre Witwen bei der täglichen Versorgung mit Lebensmitteln benachteiligt wurden und beschwerten sich darüber bei den einheimischen Jüngern.
00:00:55: Da beriefen die zwölf eine Versammlung aller Jünger ein und erklärten.
00:01:00: Es wäre nicht gut, wenn wir Apostel uns persönlich um den Dienst der Verteilung der Lebensmittel kümmern müssten und darüber die Verkündigung von Gottes Botschaft vernachlässigen würden.
00:01:12: Seht euch daher liebe Geschwister in eurer Mitte nach sieben Männern um, die einen guten Ruf haben mit dem Heiligen Geist erfüllt sind und von Gott Weisheit und Einsicht bekommen haben!
00:01:26: Ihnen wollen wir diese Aufgabe übertragen.
00:01:29: Wir selbst aber wären uns weiterhin ganz auf das Gebet und den Dienst der Verkündigung des Evangeliums konzentrieren.
00:01:37: Dieser Vorschlag fand allgemeine Zustimmung, und die Gemeinde wählte folgende sieben Männer aus – Stefanus einen Mann mit einem festen Glauben und erfüllt vom Heiligen Geist.
00:01:54: paar Menas und Nikolaus, einen Nicht-Juden aus Antiochia der zum Juntum übergetreten war.
00:02:01: Man ließ sie vor die Apostel treten und die Aposteln beteten für sie und legten ihnen die Hände auf.
00:02:08: Die Botschaft Gottes bereitete sich immer weiter aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem stieg sprunghaft an – auch zahlreiche Priester nahmen das Evangelium an und glaubten an
00:02:21: Jesus.".
00:02:22: Ich möchte mit Ihnen beten und bitte Sie dazu aufzustehen.
00:02:29: Vater im Himmel, Deine Güte ist alle morgen neu und deine Treue ist groß!
00:02:35: Wir danken dir, dass wir Zugfluch finden bei dir und dass du uns immer wieder dein Herz und dein Ohr öffnest wenn wir im Gebet zu dir
00:02:44: kommen.".
00:02:45: Du siehst unsere Tränen, hörst unser Flehen.
00:02:48: Erhörst auch unsere Bitten und redest nach deinem guten Willen!
00:02:53: Du erfüllst deine Verheißungen von Frieden und Gerechtigkeit zu deiner Zeit.
00:02:59: Hilf uns aufs Neue, stets dir zu vertrauen unter allen Umständen.
00:03:03: Nimm uns an als deine Kinder – auch und gerade wenn wir mit unreinen Herzen zu dir
00:03:10: kommen.".
00:03:11: Vater im Himmel, nimm uns an und verändre uns in der Kraft Deines Heiligen Geistes.
00:03:16: Vergib uns die Schuld all das was nicht recht war oder ist, was schief gelaufen ist in unserem Leben wo wir unehrlich waren, wo böse Worte gefallen sind und wie uns selber im Wege gestanden haben.
00:03:30: Du allein bist ein großer Gott!
00:03:32: In Jesus.
00:03:33: unser Vater darf uns aufkommt im Leben und im Sterben und auch darüber hinaus.
00:03:39: Wir danken dir in Jesu Namen von ganzem Herzen, dass du unsere Gebete nicht verwirfst.
00:03:44: Noch deine Güte von uns wenden.
00:03:46: Amen!
00:03:49: Was sich verändern darf und was bleiben muss – ob es die Menschen sind, die im Glauben und in ihrer Persönlichkeit wachsen oder Menschen, die eine Gemeinde dazukommen und auch wieder gehen… Ob es die Gesellschaft ist und damit das Umfeld der Gemeinde oder die Gemeinde selbst mit ihren Strukturen, mit ihren Personen und ihrer Gemeindekultur.
00:04:13: Wenn sich das verändert dann sind Veränderungen selten neutral.
00:04:18: Manchmal reagieren wir dann mit Begeisterung wenn sich etwas verändert und in Bewegung setzt, wenn sich eine Tür öffnet und eine Chance ergibt.
00:04:25: Manchmal reagieren wie er und fragen uns dann erst mal muss das wirklich so sein?
00:04:31: Und manchmal, wenn die Veränderung so auf uns einprasseln und wir merken das sich was bewegen muss.
00:04:37: Dann sind wir auch manchmal einfach hoffnungslos überfordert und sind müde weil es zu viele Veränderungen gibt.
00:04:45: Gerade im kirchlichen Bereich erleben wir ja gerade ganz stark diese Hyops Botschaften sinkende Mitgliederzahlen Mitarbeiter bleiben weg Strukturen, die über Jahre oder sogar Jahrzehnte funktioniert haben.
00:04:58: Gute Kreise und Angebote in der Kinder- und Jugend, in der Erwachsenen-, in der Seniorenarbeit brechen weg und werden nicht mehr angenommen.
00:05:06: irgendwie funktionieren diese Strukture nicht obwohl sie doch so gut waren.
00:05:10: Veränderungen im Gemeinde und Kirche sind irgendwie alltäglich.
00:05:15: Und dann kommt unser heutiger Predigtechs aus der Apostelgeschichte ein Text wie aus der Zeit gefallen denn Die Jerusalemer Urgemeinde hat keine Probleme mit kaputten Strukturen, mit schwindenden Mitgliederzahlen oder fehlenden Mitarbeitern.
00:05:29: Genau das Gegenteil – sie platzt aus allen Näden!
00:05:32: Menschen kommen zum Glauben, bringen sich ein die Gemeinde wächst und entwickelt sich eigentlich das Gegnteil zu dem wie wir uns erleben.
00:05:40: aber vielleicht ist es deshalb auch umso wichtiger uns zu fragen, was ist eigentlich hinter diesem Bibeltext?
00:05:47: Denn die eigentliche Frage ist nicht wie gehen wir mit Wachstum um und wie können wir Wachstem fördern und gestalten.
00:05:54: Sondern die eigentlichen Frage, die hinter diesen Bibelabschnitt steckt ist – Was passiert eigentlich wenn sich die Wirklichkeit so verändert dass das, was uns bisher so segensreich getragen hat, nicht mehr ausreicht und plötzlich nicht mehr funktioniert?
00:06:08: Das kennen wir ja!
00:06:09: Wir kennen Zeiten des Wachstums, aber wir kennen auch Zeiten wo vieles resigniert und manches stagniert oder sogar schrumpft.
00:06:17: Wir wissen das wenn Menschen dazukommen dass Gemeinde sich verändert!
00:06:20: Wir wissen aber auch wenn wir unter uns bleiben und alt werden, dass wir uns auch verändern.
00:06:26: Wir wissen das wenn Mitarbeiter fehlen, sich Strukturen verändern... ...wir wissen aber Auch Wenn auf einmal Mitarbeiter auftauchen, dass es auch anders wird.
00:06:34: Also ist es ständig irgendwie anders als gedacht und als gewohnt Wie gehen wir um mit einer Wirklichkeit, die sich stets entwickelt?
00:06:42: Weil wir selbst ja eigentlich nicht stehen bleiben.
00:06:45: Apostelgeschichte VI erzählt uns von einer Gemeinde, die merkt sowie bis hierher so geht es nicht weiter und das nicht aus einem negativen oder einen euphorischen Grund sondern einfach aus der Notwendigkeit weil Veränderungen nötig werden.
00:06:58: Denn das was bisher getragen hat hilft der aktuellen Wirklichheit in der Apostel Geschichte VI nicht weiter.
00:07:05: Und hier da stellt sich der Bibeltext Also nicht nur der Bibeltext dieser Frage, sondern dürfen wir uns auch ganz persönlich und auch als Stadtmission dieser Frage stellen.
00:07:15: Was darf sich eigentlich verändern?
00:07:16: Und was muss bleiben?
00:07:17: Was darf es sich verändern und was muss bleibt?
00:07:20: Und gleich vorweg Apostelgeschichte sechs hat das Potenzial so einen fünf Punkte Plan herzustellen, den wir einfach nachkochen und Nachmachen.
00:07:28: Und dann könnte man sagen vorher Wachstum Veränderung Reaktion Wiederwachstum.
00:07:34: also lasst es uns doch eins zu eins nachmachen und damit ist doch alles getan.
00:07:38: Aber ich glaube, dass wir dann im Bibeltext nicht gerecht werden.
00:07:41: Denn dieser Bibeltext hat kein Erfolgsrezept, was wir nachkochen sollen oder was wir eins zu eins befolgen sollen, sondern dieser Bibeltext eröffnet vielmehr unser Herz und unsere Augen für Gott – und auch natürlich für uns!
00:07:55: Zumindest hoffe ich das es sich so ergibt.
00:07:58: Denn spannend ist – und das ist der Beginn dieses Textes Woran die Gemeinde in Jerusalem merkt, dass etwas nicht funktioniert.
00:08:06: Sie merkt es nicht an Zahlen, sie merkt das nicht an Statistiken, sie Merktes nicht an den Kreisen oder Gruppen.
00:08:12: Sie Merkt Es Nicht An Den Kollekten und Spenden.
00:08:15: Die Gemeinde In Jerusalem Merkt Dass sich Etwas verändert hat Und Nicht Mehr Funktioniert Weil Menschen Übersehen Werden.
00:08:21: Denn Da Wo Menschen Überseen Werden Dann Muss Gemeinde Hinschauen.
00:08:25: Ich habe Es Gerade gesagt Im Vers Eins Klingt Das superpositiv Die Zahl Der Jünger Wuchs Unaufhörlich.
00:08:31: Also nicht gut und nicht schnell, nicht stark sondern unaufhörlich ein Superlativ.
00:08:37: Aber genau dieses Wachstum das bringt auf einmal einen Konflikt den man hat nicht kommen sehen.
00:08:42: da gibt es die Judenchristen die Grieche sprachen und wohl von außerhalb kamen.
00:08:47: und dann gibt es diese sogenannten Judenkristens die Arameesprachen die Hebräer Hellenisten und Hebräer in einer Gemeinde.
00:08:54: Und das Problem ist, dass die einen beklagen, dass ihre Witwen bei der Versorgung benachteiligt werden, übersehen werden – ausgerechnet die Witwen zu jener Zeit Menschen, die besonders schutzbedürftig waren.
00:09:06: Oft ohne familiäre und wirtschaftliche Absicherung keine gesellschaftlichen oder sozialen Leistungen, die sie bekommen haben schon gar nicht irgendeine Rente sondern komplett abhängig von Menschen, wie sie unterstützen.
00:09:18: Witwen, die ihre eigene Versorgungs nicht aufbringen konnten verdienten besondere Aufmerksamkeit.
00:09:23: Und so nahm die Jerusalemer Gemeinde, gleich von Anfang an diese Schutzbedürftigen wie auch andere in den Blick und versorgte und unterstützte sie.
00:09:32: Und es wird nicht in diesem Text erklärt, wie es dazugekommen ist.
00:09:36: Wahrscheinlich war es keine böse Absicht.
00:09:39: Es ist keiner morgens aufgewacht und hat gesagt Diese Witwen gehen heute leer aus Die anderen kriegen ein bisschen mehr.
00:09:45: Wahrscheinlich War's eher umgedreht.
00:09:47: Irgendwann Hat man diese Strukturen erlebt, dass es mehr und mehr wurde?
00:09:52: Dass man nicht hinterherkam.
00:09:53: Und irgendwann waren vielleicht diese Struktur, diese Menschen die die Witwen versorgten einfach überfordert.
00:09:59: für die Betroffenen macht das aber überhaupt keinen Unterschied.
00:10:01: was der Grund war Für sie war das existenziell, dass sie nicht ausreichend versorgt wurden.
00:10:08: Was damals in Jerusalem passiert ist, dass Menschen übersehen worden.
00:10:12: Das kann auch uns passieren!
00:10:14: Ich behaupte auch, dass das tatsächlich jeden Tag passiert.
00:10:17: Deshalb müssen wir uns an dieser Stelle, genauso wie die Gemeinde damals auch wir uns diese Frage stellen lassen.
00:10:23: Wen sehen wir eigentlich ganz gut und neben Menschen wahr?
00:10:27: Und welchen Menschen übersehen wir vielleicht?
00:10:29: Wer findet sich in unsere gewohnten guten Formen gut ein und ist sofort Teil?
00:10:35: Und wer fällt vielleicht durch unser Raster weil er nicht uns entspricht?
00:10:39: Das können vielleicht Menschen mit finanziellen und materiellen Sorgen sein aber vielleicht sind es auch Menschen, die einfach unglaublich Einsam sind, alleine sind, überfordert sind.
00:10:49: Unterstützung, Mut und Begleitung brauchen.
00:10:53: Vielleicht sind es auch Menschen die wir gar nicht im Blick haben Personen Gruppen und Einzelne Die ich gar nicht beschreiben kann weil ich sie nicht sehe.
00:11:01: Und genau deshalb ist diese Frage so wichtig!
00:11:04: Die Reaktion der Jünger an dieser Stelle oder der Apostel... ...die Reaktionen der Apostle ist eine besondere Denn Sie verteidigen nicht das bestehende System.
00:11:13: Also Sie könnten ja auch direkt reagieren und sagen, lasst uns das erstmal beobachten.
00:11:18: Das hat ja bisher ganz gut funktioniert!
00:11:19: Wir schauen mal wie es morgen und nächste Woche ist.
00:11:22: Wir treffen uns als Apostel in einem Monat und dann besprechen wir das nochmal.
00:11:26: oder sie hätten ja auch sagen können, wir haben's schon immer so gemacht, dass muss funktionieren.
00:11:31: also es kann gar kein Problem sein.
00:11:34: Sie machen genau das Gegenteil.
00:11:35: Sie nehmen die Beschwerde ernst und öffnen damit den Tür zur...die Tür zu einer Veränderung.
00:11:41: denn wo Menschen übersehen werden Da muss Gemeinde bereit sein, sich auch zu verändern.
00:11:45: Denn – und das glaube ich ist eine der Kernaussagen der Apostelgeschichte – dass die Strukturen der Gemeinde für die Menschen da sind Und nicht die Menschen um Lückenfüller zu sein Für irgendwelche Strukture.
00:11:59: Die Aposteln nehmen diese Beschwerden ernst Sie stellen sie nicht bei Seite Sie negieren sie nicht.
00:12:06: Jetzt könnte man erwarten, dass sie sagen Okay wir nehmen uns der Sache an.
00:12:10: Wir stehen in Verantwortung für die Gemeinde, wir werden sehen wer von uns sich dem hingeben kann.
00:12:15: Vielleicht gründet er im Arbeitskreis und geht dem nach findet andere Leute.
00:12:19: aber wir setzen uns hin und machen es.
00:12:22: Aber genau das passiert nicht denn die Aposteln kennen ihre Grenzen und ihren Auftrag Denn wenn sie jetzt auch noch die Versorgung organisieren und verantworten müssen dann werden sie etwas anderes loslassen müssen.
00:12:35: Dann wird etwas anderes zu kurz kommen und Sie benennen das auch ganz konkret, Ihr Kernauftrag ist das Gebet und die Verkündigung des Evangeliums.
00:12:43: Wenn Sie sich jetzt um die Versorgung kümmern, dann wird das darunter leiden.
00:12:47: Die Aposteln berufen die ganze Gemeinde zusammen was in der Apostelgeschichte selten passiert.
00:12:52: Also ist es irgendeine Tränglichkeit?
00:12:53: Die ganze Gemende wird zusammengerufen Und die Verantwortung wird neu verteilt.
00:12:58: Die Lösung ist nicht einfach von oben verordnet.
00:13:01: Die Aposteln haben nicht eine Liste ausgelegt und sagen, wir haben schon Leute eingetragen, ihr müsst das jetzt tun, sondern die Gemeinde soll selbst geeignete Menschen aus ihrer Mitte auswählen und einsetzen.
00:13:15: Aus einer anderen Perspektive – die Aposteln sagen nicht!
00:13:17: dass die Versorgung unwichtig ist, dass das Wort wichtiger wäre es auszulegen und zu predigen.
00:13:23: Sie sagen auch nicht, dass sie als Aposteln für wichtigere geistlichere Dinge zuständig sind und irgendjemand irgendwas anderes dieses kleinere Zeug machen soll.
00:13:32: Denn es gibt hier keine Abwertungen von Diensten.
00:13:35: Die einen, die einen Dienste werden nicht den anderen ausgespielt.
00:13:39: Es gibt Unterschiede in der Verantwortung oder Begabung?
00:13:41: Ja!
00:13:42: Und deshalb wird die Gemeinde einberufen.
00:13:45: Von daher, die zentrale Frage an dieser Stelle lautet.
00:13:48: Was darf in der Gemeinde nicht verloren gehen?
00:13:54: In diesen Fersen sind es zwei Dinge.
00:13:57: Menschen dürfen nicht verlorengehen.
00:13:58: Die Schutzbedürftigen müssen versorgt werden.
00:14:01: Die griechischsprachige Gruppe soll nicht das Gefühl bekommen dass ihre Witwen übersehen werden.
00:14:06: Einzelnen Menschen zählen und dürfen nicht verloren gehen.
00:14:09: Gleichzeitig darf der Auftrag nicht verloren gehen.
00:14:12: Konkret die Aposteln haben den Auftrag, den Dienst am Wort und im Gebet der Verkündigung des Evangeliums.
00:14:19: Und auch das braucht Zeit, braucht Verantwortung, braucht Menschen, die sich dem hingeben.
00:14:24: Vielleicht deshalb für uns diese Frage Nicht zuerst was müssen wir alles verändern?
00:14:29: Was darf weg?
00:14:31: Und auch nicht was müssen Wir unbedingt erhalten?
00:14:34: Sondern was darf auf keinen Fall verloren gehen?
00:14:36: Wer darf auf kein fall verloren gehen?
00:14:39: Da gibt es Strukturen, die jahrzehntelang gut funktioniert haben und heute trotzdem nicht mehr passen.
00:14:44: Das ist eine sehr schmerzhafte Erfahrung.
00:14:47: Und manchmal aber auch eine unglaublich befreiende.
00:14:50: Da gibt das manchmal in der Gemeinde aber auch neue Ideen kreativ modern und irgendwie hoffnungsvoll – und trotzdem helfen sie nicht!
00:14:57: Auch das kann unglaublich frustrierend und schmerzhhaft sein, aber auch so befreiendt dass man nicht alles neu erfinden muss.
00:15:04: Die entscheidende Frage ist hilft das was wir tun den Menschen?
00:15:07: und hilft das dem Auftrag, den wir haben?
00:15:11: Wir müssen nicht alles deshalb verändern weil das alte schlecht war.
00:15:15: Ganz im Gegenteil vieles hat lange getragen, hat Glaube gestützt und ermöglicht und wir konnten drinnen hilfreich wachsen.
00:15:22: aber Gemeinde darf sich da verändern wo die Wirklichkeit sich verändert damit dass wesentliche der Auftrag nicht verloren geht.
00:15:29: Das heißt als Gemeinde müssten wir vielleicht nicht Strukturen bewahren.
00:15:33: Wir müssen bewahren, wozu wir als Gemeinde da sind.
00:15:36: Was unser Kernauftrag
00:15:37: ist.".
00:15:38: Ich habe gerade gesagt, dass die Aposteln Vorschlagen Verantwortung zu verteilen.
00:15:43: Konkret sollen aus der Gemeinde sieben Personen ausgewählt werden und dabei werden folgende Kriterien für diese Sieben genannt.
00:15:51: Sie sollen einen guten Ruf haben, sie sollen erfüllt mit dem Geist sein und Weisheit wäre auch wichtig!
00:15:58: Eine Aufgabe, die vielleicht spontan nach einem praktischen Dienst klingt und dann so eine Anforderung ob sich da jemand freiwillig gemeldet hat um einen praktischen dienst zu besetzen.
00:16:09: Wir unterscheiden ziemlich schnell zwischen geistlichen und praktischen diensten.
00:16:14: predigen beten und lobpreis das ist natürlich geistlich.
00:16:18: aber organisieren jemandem besuchen sich um die technik und um das haus zu kümmern menschen zuzuhören das klingt er praktisch oder der es doch nicht geistliches.
00:16:28: Apostelgeschichte.
00:16:28: sechs ist an dieser Stelle supervorsichtig und macht keinen Unterschied, denn im griechischen werden für beide Dienste ein und dasselbe Wortfeld benutzt.
00:16:37: Diakonier – heute kennen wir das als Diakonie Die Versorgung der Bedürftigen ist in der Apostel-Geschichte ein Dienst.
00:16:44: die Verkündigung des Evangeliums und des Gebetes ist genauso ein Dienst.
00:16:47: Beides sind Diensten Und ein praktischer Dienst an Menschen ist deshalb nicht weniger geistlich.
00:16:53: Der Bibeltext sagt nicht dass nun alle alles machen sollen.
00:16:56: Denn genau das Gegenteil ist ja der Fall, gerade weil nicht alle alles Machen müssen die Aufgaben verteilt werden.
00:17:02: Unterschiedliche Menschen unterschiedlich begabt übernehmen unterschiedlich Verantwortung und diese Unterscheidung dieser Gegensetzlichkeit, die manchmal ganz schön wehtun kann, ist in der Apostelgeschichte aber keine Abwertung und nicht ein Fehler sondern das ist die besondere Stärke der Gemeinde warum sie gewachsen ist Veränderungen übersteht und daraus stärker hervorgeht.
00:17:25: Und das kann uns auch heute in zwei Richtungen ermutigen, unter uns Hoffnung schenken.
00:17:31: Vielleicht bist du gerade ziemlich müde geworden und merkst, dass die Verantwortung, die du trägst in der Gemeinde einfach zu viel ist?
00:17:39: Du kannst es nicht mehr!
00:17:40: Mit Apostelgeschichte sechs gesprochen musst du auch nicht... Gemeinde lebt nämlich gerade davon, dass nicht ein Einzelner sich rettet und alles tut.
00:17:49: Sondern wir lernen uns gegenseitig zu entlasten, gegenseITich zu ergänzen und gegenseItich für einander verantwortung zu übernehmen.
00:17:58: Vielleicht bist du aber grade überhaupt nicht müde!
00:18:00: Und hoffst das ich hier endlich mal im punkte plan vorstelle und loslegen kannst.
00:18:05: Du fragst dich was kann ich denn jetzt ganz konkret beitragen?
00:18:08: Und tatsächlich beginnt vielleicht heute jetzt hier für Dich einen Dienst.
00:18:11: Ein Dienst, weil du Menschen siehst die übersehen werden.
00:18:14: Weil du eine Not siehst, die nicht wahrgenommen wird.
00:18:17: Weil dir eine Aufgabe spürst, die wir bisher nicht wahr genommen haben oder verlernt haben Sie wahrzunehmen?
00:18:23: Die Dienste sind unterschiedlich aber keiner von ihnen ist deshalb ungeistlich.
00:18:28: und an dieser Stelle um nochmal diesen Gedanken eines fünf Punkte Plans zu entgegnen Ist es super spannend dass hier keine Aufgabenverteilung für die Ewigkeit gibt.
00:18:38: Also die Gemeinde in der Apostelgeschichte, die ist damit nicht fertig.
00:18:42: Weil die Aposteln diese Versammlung einberufen weil sie aus ihrer Mitte sieben Menschen wählen, die sich dann um diese Witwen kümmern und wahrscheinlich um andere Dienste... Damit ist die Gemeinder noch lange nicht fertig!
00:18:52: Wenn wir die Apostel-Geschichte weiterlesen, dann begegnen auf einmal neue Situationen, neue Spannungen, neue Herausforderung, neue Veränderungen und da braucht es wieder neue Antworten Und dieselben Diensten bleiben nichts statisch.
00:19:06: Also von diesen sieben sind mindestens zwei, die wir direkt in der Postelgeschichte wiederfinden können.
00:19:11: Wo sich das verändert hat bei Stefanus.
00:19:14: hier soll er sich um die Versorgung der Witwen kümmern.
00:19:16: kurz danach tritt er als Verkündiger auf des Evangeliums Philippus.
00:19:21: Hier soll er Sich um die Witwen kümmern und die Versorgen gewährleisten dass keiner übersehen wird.
00:19:27: Kurz darauf tritt Er Als Missionar und als evangelist auf.
00:19:31: Heißt es, dass sich vielleicht die Gaben verändern?
00:19:34: Heißt das wir vielleicht, dass viel mehr dynamischer verstehen dürfen?
00:19:38: Apostelgeschichte bleibt beweglich.
00:19:40: Nicht um der Veränderung willen sondern damit Menschen nicht übersehen werden und damit der Auftrag nicht verloren geht.
00:19:47: Ganz zum Schluss Vers sieben Die Botschaft Gottes breitete sich immer weiter aus und die Zahl der Jünger in Jerusalem stieg sprunghaft an.
00:19:56: Das ist ein schöner Rahmen.
00:19:58: Am Anfang platzten Sie aus allen Nähten und am Ende wieder.
00:20:02: Und an dieser Stelle könnte man das echt schnell missverstehen, und das tun wir vielleicht auch.
00:20:07: So nach dem Motto Gemeinde wächst ein Problem entsteht es wird erkannt eine Struktur wird verändert und sich angepasst und dann wächst die Gemeinde wieder, Probleme gebannt.
00:20:16: Fertig ist das perfekte gemeindliche Kirchenkonzept für Wachstum und um Herausforderung zu überstehen.
00:20:23: aber die Apostelgeschichte ist an dieser stelle kein Rezept zum Nachkochen.
00:20:29: Menschen können wahrgenommen werden.
00:20:31: Verantwortung kann übernommen werden, wir können beten und Gottes Wort weitergeben – aber das Wachstum?
00:20:37: Das können wir nicht bedingen!
00:20:39: Die Botschaft Gottes breitete sich immer weiter aus.
00:20:42: Eine Apostelgeschichte ist eine Spannung.
00:20:46: Irgendwie werden zwei Pole zusammengebracht.
00:20:48: Gott handelt und wir dürfen handeln.
00:20:50: Wir können uns nicht einfach zurücklehnen und sagen, Gott wird es schon machen wenn er nur das Wachtung schenkt.
00:20:54: Es ist ja egal wer wir sind oder was wir sind und wo wir sind.
00:20:58: Und auf der anderen Seite kann es auch nicht funktionieren, dass wir sagen wenn wir dies jetzt nicht tun dann wird das keine Gemeinde mehr geben.
00:21:04: Dann wird es kein Wachstum mehr geben.
00:21:06: Menschen werden aktiv und übernehmen Verantwortung.
00:21:09: Das Wachström bleibt aber Gotteswerk.
00:21:11: Versieben sagt, dass die Botschaft Gottes sich ausbreitet weil Menschen da sind und Menschen sehen Weil sie am Auftrag festhalten und sich durchkämpfen.
00:21:22: Und vielleicht trifft das heute deine meine unsere Situation umso mehr.
00:21:27: Denn natürlich fragen wir, wie erreichen wir Menschen?
00:21:29: Welches Konzept könnte uns als Gemeinde helfen?
00:21:32: Welche Methoden würden uns unterstützen damit wir nicht unter uns bleiben.
00:21:36: Damit die Menschen nicht übersehen und den Auftrag nicht vergessen.
00:21:40: Diese Fragen sind wichtig und sollten wir uns stellen.
00:21:42: aber wir lernen hier nicht dass das Wachstum von Gott kommt.
00:21:45: dürfen wir ihm vertrauen ihn darum bitten?
00:21:48: dürfen wir es aushalten wenn es nicht so ist?
00:21:50: dürfen wir ihnen das wachstums Am Ergebnis bestimmen lassen?
00:21:54: Oder ist das nur unsere Definition.
00:21:56: Was ist denn eine wachsende Gemeinde, sind es die vielen Leute?
00:21:59: oder ist es vielleicht auch eine gesegnete wachssender Gemeinde wenn wir uns nur mit zwanzig dreißig Leuten treffen würden?
00:22:05: was isst Wachstum?
00:22:06: Wir müssen diese Gemeinde nicht retten Denn es ist ja Gottesgemeinde.
00:22:10: Das habe ich versucht letzten Sonntag zu sagen.
00:22:13: Wir sind verantwortlich für die Menschen die Gott uns schenkt Wenn wir sie sehen und wahrnehmen Und wir sind verantwortlich für Sie, unseren Blick immer wieder dafür zu öffnen und unser Herz zu spüren.
00:22:23: Wir sind begabt – du bist begabт!
00:22:25: Gott gebraucht dich auf Deiner Art und Weise.
00:22:28: Wachstum bleibt dennoch
00:22:29: Gotteswerk.".
00:22:31: Ich habe gerade noch viel über den Dienst gesprochen.
00:22:34: Menschen sehen Verantwortung übernehmen, Strukturen verändern um Menschen nicht zu verlieren und den Auftrag nicht vergessen.
00:22:42: Und jetzt könnten wir ganz schnell dabei landen, dass wir zum Schluss uns fragen – was ist mein nächster Schritt?
00:22:46: Was muss ich tun.
00:22:48: Was muss sich ganz konkret tun und was muss ich lassen?
00:22:52: Wo muss ich mich engagieren?
00:22:53: Wo braucht mich Gemeinde?
00:22:55: Und wo sollten wir endlich den Mut haben an dieser Einstellschraube zu drehen und Gott zu vertrauen?
00:23:01: Das große Aber!
00:23:02: Wir feiern gleich Abendmahl.
00:23:04: Und beim Abendmall ist die Perspektive genau andersherum.
00:23:07: Denn wir kommen zunächst nicht weil wir etwas getan haben oder unterlassen haben, wir kommen nicht weil wir etwas geleistet haben oder es versäumt haben.
00:23:15: Wir kommen zum Abendmahl, weil wir empfangen dürfen.
00:23:18: Niemand bekommt mehr, weil sein Dienst besonders ist und niemand bekommt weniger, weil er gerade sich irgendwo dazwischen befindet.
00:23:27: die Pastoren- und Gemeindelleitung kommen genauso mit leeren Händen wie jeder andere auch ob als langjähriger Mitarbeiter oder als jemand, der einfach einen Platz sucht.
00:23:37: Christus lädt dich ein!
00:23:38: Es ist sein Tisch, der gedeckt ist und vielleicht trägst du heute eine Not- und eine Frage mit dir rum?
00:23:44: Vielleicht bist Du gerade müde und fragst nach Deinem Platz.
00:23:48: Vielleicht bist du aber auch gerade voller Tatendrang und hoffst endlich anpacken zu können und frags Dich wo das isst Heute jetzt gleich beim Abendmall.
00:23:56: musst Du darauf nicht die finale Antwort finden?
00:23:58: Denn Du darfst beim Abendmal zuerst empfangen, Dich versöhnen lassen mit Gott, mit dir selbst und mit deinem Nächsten.
00:24:05: Beim Abendmahl dürfen wir empfangen bei Christus uns zuerst dient und wir empfangend dürfen.
00:24:10: Er ist es der die Gemeinde am Leben erhält, der uns vergibt, uns versöhnt und uns auch rettet.
00:24:15: das werden wir gleich nach dem nächsten Lied miteinander feiern.
00:24:19: Amen.