00:00:04: Herzlich Willkommen zum Podcast der Stadt in St.
00:00:06: Wolfsburg!
00:00:07: Wir wünschen dir viel Segen beim Nuchen der Inhalter.
00:00:18: Letzte Woche war es wieder mal so weit, in der Schule gab es Zeugnisse.
00:00:24: für manche Kinder ist das ein Fest.
00:00:27: Für manche ist das eine krasse Ernüchterung denn auf den Zeugnissen da steht es ja ganz eindeutig schwarz-aufweiß was man getan oder nicht getan hat?
00:00:38: Was war gut?
00:00:40: Was hat man geschafft und wo ist man vielleicht sogar gar nicht weitergekommen?
00:00:45: Die einen Kinder werden dann gefeiert, fühlen sich bestätigt.
00:00:48: Und die anderen erleben eine große Belastung.
00:00:52: Ich bin nicht gut genug.
00:00:53: andere sind ja immer viel besser als ich.
00:00:57: Ich habe jetzt enttäuscht weil ich es nicht gut gemacht hab.
00:01:02: Ich vermute dass wir alle uns irgendwie an unsere Schul- und Zeugniszeit erinnern können Und obwohl es für manche von uns schon lange her ist, gibt es Bewertung für unsere Leistungen und für unsere Personen auch weiterhin nach der Schule.
00:01:17: Wenn wir älter werden, leben wir oft in einem System, in dem wir uns fragen was bringe ich eigentlich mit?
00:01:24: Was kann ich eigentlich und bin ich stark genug?
00:01:29: Ob als Schüler, als Berufstätige oder auch als Menschen in den Übergängen?
00:01:34: Wir kennen die Grundfrage, die dahinter steckt Beziehe ich mein Wert und was trägt mich, wenn ich nichts leisten kann?
00:01:44: Wenn nicht groß, wenn nicht stark oder erfolgreich bin.
00:01:47: Was trägt sich
00:01:48: dann?".
00:01:49: Unser Predigtex aus dem fünften Buch Mose, Kapitel sieben gibt uns eine Antwort auf die Frage nach Identität.
00:01:57: In vielen Bereichen werden wir nach Größe, Leistung, Stärke bewertet – nicht nur außerhalb der Gemeinde sondern auch oft in der Gemeindee.
00:02:07: Unser Text, der setzt etwas anderes dagegen.
00:02:10: Israel gehört zu Gott nicht wegen seiner Größe sondern weil es von Gott erwählt, geliebt, befreit und bewahrt wird.
00:02:20: Und das hat es echt in sich!
00:02:22: Ich habe mir so im Vorbereiten überlegt wie kann ich eigentlich diesen herausfordernden Text greifbar machen?
00:02:29: Und am Ende, glaube ich, bleibt ja eine Herausforderung.
00:02:32: Sowohl im Berufungsverständnis – was oft unserem eigenen und unserem Erleben einfach entgegensteht und ganz anders ist – aber auch am Ende in dem Auftrag der daraus folgt, der uns nicht nur herausfordert sondern oft auch überfordert und sogar lehmt.
00:02:48: Von daher ist es vielleicht so, dass das Wort Gottes- und ein Gottesdienst eine Predigt nicht immer, eine nur bestätigt nach Hause gehe und denke, gut so weitermachen sondern mich auch herausfordern darf.
00:03:01: Wie es bei dir ist das musst du herausfinden und ich lade dich auf diese kleine Reise jetzt in den nächsten zwanzig Minuten ein Schritt für Schritt zu entdecken wer dieser Gott isst der hier sichtbar wird und dem auch wir nachfolgen können.
00:03:16: Zu Beginn eine kleine Einordnung denn unser Predigtext er steht an einer spannenden an einer wichtigen Stelle im fünften Buch Moser.
00:03:24: Moser spricht zum Volk Israel am Ende der Wüstenzeit.
00:03:28: Das heißt, dass es an einer wichtigen Schwelle jetzt liegt.
00:03:32: Hinter den Israeliten liegt Ägypten, hinter ihnen liegt vierzig Jahre Wüstonzeit vor ihnen liegt das verheißende Land und genau darum geht es am Anfang vom fünften Buch Moser.
00:03:45: Es ist nicht eine bloße Gesetzesammlung zu gegeben.
00:03:48: wenn man's am Stück liest ließ sich da so.
00:03:50: Aber eigentlich ist es vielmehr eine großartige predichtartige Rede.
00:03:56: Und keine Sorge, ich werde es nicht so predigen und wiedergeben wie's da steht sonst würden wir wahrscheinlich ziemlich lange sitzen.
00:04:03: aber wenn wir das als Ganzes betrachten diese predigtartige rede im siebten Kapitel dann stellen wir fest dass es da viele Erinnerungen gibt auch viele Ermahnung in die herausfordern.
00:04:13: Aber gleichzeitig auch einen großen Zuspruch der auch herausforderen kann und nicht zuletzt eine große Identitätsklärung, wie Gott uns eigentlich sieht und wie er mit uns leben möchte.
00:04:26: An dieser wichtigen Schwelle der Geschichte der Israeliten geht es um eine sehr wichtige Frage – wer seid ihr eigentlich?
00:04:32: Und zu wem gehört ihr?
00:04:34: Woraus lebt ihr?
00:04:37: An dieser Stelle darf auch der schwierige Hintergrund vom siebten Kapitel nicht verborgen bleiben!
00:04:42: Da stehen Themen wie Landnahme Da stehen Themen wie Abgrenzung von anderen Völkern und krasse Warnungen vor fremden Göttern.
00:04:51: Zum Teil in einer sehr harten, in einer gewaltvollen Sprache- und Ausdrucksweise.
00:04:56: Unser Predigtechs ist genau eingebettet in diese Spannung, in dieser Herausforderung.
00:05:00: Und in ein zwei Fersen wird es auch mit dem Wort Hassen ganz deutlich dass das da eine großen Druck dahinter geht.
00:05:08: Gleichzeitig ist unser Abschnitt eher eine konzentrierte theologische Grundlage für die Landnahme und was danach kommt, für das verheißene Land.
00:05:20: Es geht um die Frage warum ist eigentlich Israel Gottes Volk?
00:05:24: Worin begründet sich die Zugehörigkeit?
00:05:26: Was macht sie aus dass Sie von Gott erwählt wurden Und was folgt eigentlich daraus?
00:05:31: denn es ist ja ein großartiges Geschenk aber warst das dann einfach so?
00:05:37: Wichtig ist an dieser Stelle auch, das hat Monika uns schon gesagt.
00:05:40: Dass hier an dieser stelle Gott zuerst zu Israel spricht und wir sollten nicht vorschnell einfach sagen Wir sind heute Israel!
00:05:48: Wir sind die Berufenden, wir sind die Auserwählten.
00:05:51: Sondern an dieser Stelle dürfen wir einfach Israel immer stehen lassen Und gleichzeitig doch von Gott lernen.
00:05:58: Denn wir lesen und hören diese Worte Nicht als irgendjemand sondern entweder als Nachfolger oder als Suchende, oder als Interessierte an diesem Gott.
00:06:08: Und wir tun das im Lichte von Gottes Treue die im Blick auf Jesus Christus deutlich wird, nämlich im Vertrauen darauf dass Gott Menschen damals berufen und gerettet hat und es auch heute noch mit uns tut.
00:06:20: Von daher so viel zur Hinführung, kurze Zusammenfassung.
00:06:25: man könnte sagen bevor Israel hört was es tun soll wird ihnen gesagt, wer sie sind und zu wem sie gehören.
00:06:37: Am Anfang von Vers sechs der heißt es Du bist ein heiliges Volk dem Herrn Deinem Gott!
00:06:47: Und ich weiß nicht was in Dir das Wort Heilig auslöst aber oft höre ich den Satz Heilig?
00:06:52: Das bin ja nicht Ich.
00:06:55: Und oft klingt heilig auch so, besonders in christlichen Kreisen als etwas was man vorweisen kann.
00:07:02: Weil man besonders fromm ist, besonders stark, besonders überlegen moralisch überlegen ist und nicht zuletzt auch fehlerlos wirkt.
00:07:09: Aber genau das meint hier heilich überhaupt nicht.
00:07:12: Heilich meint ihr etwas ganz anderes.
00:07:15: Heilig ist das Volk Israel weil es Gott zugeordnet wird weil es in einer besonderen Beziehung zu ihm gestellt wird und bewusst gestellt wird, nicht sich selbst stellt und sich selbst dafür qualifiziert sondern weil es in diese Beziehung gestellt wird.
00:07:31: Israel ist nicht heilig, weil es besser ist als jemand anderes.
00:07:35: Israel is'n ich heilich Weil es besonders stark ist da kommen wir gleich dazu Sondern weil Gott sinngemäß sagt Du gehörst zu mir Dein Leben steht unter meiner Treue.
00:07:47: Weiter heißt das dann in den Vers der Herr dich hat der Herr dein Gott erwählt zum Volk des Eigentums, aus allen Völkern die auf Erden sind.
00:07:58: Dich hat der Herrrein.
00:07:59: Gott erwählt zu dem Volk das Eigentum und auch hier hilft vielleicht eine kleine Übersetzungshilfe denn Eigentun klingt ganz schön vereinnahmend und nicht selten sagen wir dann erstmal halt ich bin doch niemand ins Eigentuum.
00:08:17: Wir denken nämlich schnell an Besitz, an Verfügbarkeit, an Kontrolle, Fremdbestimmtheit.
00:08:23: Aber das hebräische Wort, dass hier dahinter steckt, meint etwas ganz Besonderes.
00:08:27: Einer nicht einen Anonymen, einen Besitz der irgendwo in ein Schrank oder Vitrine gestellt wird sondern an einem persönlichen Besitz mit eng mit Gott verknüpft.
00:08:38: Vielmehr ein kostbaren Schatz.
00:08:40: Etwas was nicht gewöhnlich behandelt wird sondern was außergewöhnlich Kostbares ist.
00:08:46: Israel ist Gottes besonderes kostbares Eigentum, aber nicht als ein Ding oder eine Sache sondern das Volk steht in einer Beziehung.
00:08:57: In einem lebendigen Miteinander mit Gott.
00:09:00: Gott sagt also nicht ihr seid wertvoll weil ihr stark seid, sondern er sagt ihr seid Wert voll weil ihr zu mir gehört.
00:09:07: zu diesem lebendigem Gott und um jegliches Missverständnis auszuräumen heißt es in Vers sieben und euch erwählt, weil ihr größer werdet als alle Völker.
00:09:21: Denn du bist das kleinste unter allen Völkern!
00:09:23: Und spätestens hier wird jegliche Leistungslogik in diesem Bibeltext herausgenommen – nicht weil ihr grösser seid, nicht weil Ihr stärker seid, sondern genau das Gegenteil, weil Ihr das Kleinste und das Schwächste unter den Völkers seid.
00:09:40: Daher ist es wichtig zu verstehen von Gott erwählt zu werden.
00:09:45: keine Belohnung für Größe von Gott erwählt zu werden ist keine Belohnung für Stärke oder für Erfolg und schon gar nicht für Frömmigkeit.
00:09:54: Gott bindet sich nicht an Israel, weil Israel so beeindruckend ist wie die Ägypter oder Asyra oder Babylonier oder später die Perser.
00:10:03: aber was ist dann der Grund warum Gott dieses ausgerechnet dieses Volk erwählt?
00:10:10: In Vers Acht begründete er es sondern Weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Väter geschworen hat.
00:10:20: Sondern weil er euch Geliebt hatte und damit Er seinen Eithilte den Er euren Vätern geschworent hat.
00:10:26: Gott erwählt das Volk aus Liebe!
00:10:29: Gott bindet sich an Israel, weil Er es liebt und weil ihm treue entscheidend wichtig
00:10:35: ist.".
00:10:36: Gott begründet also diese Zugehörigkeit nicht mit unserer Größe, sondern er begründete es von sich selbst heraus.
00:10:42: Mit seiner Liebe.
00:10:44: und das ist glaube ich nicht nur damals, sondern auch heute etwas echt Herausforderndes weil es ganz schnell als zu einfach angenommen wird oder sogar naiv klingen kann denn es steht ja im Widerspruch zu unserem alltäglichen Erleben.
00:10:57: vielleicht kennst du diese Sätze?
00:10:59: Du bist was du leistest!
00:11:00: Du bist, was andere über dich sagen!
00:11:04: was du wirklich vorweisen kannst.
00:11:06: Du bist, was du schaffst, was tu trägst, Was du erarbeitest, was anfassbar und sichtbar ist.
00:11:12: Und ausgerechnet dieser Realität die nicht nur heute herrscht sondern auch zu jener Zeit stellt Gott sich entgegen Denn seine Liebe beginnt nicht erst bei deiner oder meiner Größe, beginnnt nicht erstmal bei unserer Leistung oder unserem Ansehen Bei unseren Namen und Titeln sondern beginnt mit seiner Treue.
00:11:32: Seine Liebe, seine Annahme beginnt sich selbst nicht mit uns.
00:11:37: Wir lassen es einfach mal so stehen.
00:11:39: diese Spannung das ist so naiv und einfach klingt dabei bleibt es nämlich nicht.
00:11:45: man könnte die verse sechs bis acht auch wie folgt zusammenfassen vor Gott muss ich mich nicht groß machen damit er mich sieht.
00:11:53: vor Gott Muss Ich Mich Nicht Groß Machen Damit Er Mich Sieht?
00:11:57: Er Sieht mich weil er mich liebt.
00:12:00: Was heißt das, dass Gott liebt?
00:12:02: Wie sieht es konkret aus?
00:12:04: Dazu gibt uns der Bibeltext selbst auch eine Antwort.
00:12:08: Denn Gottes Liebe bleibt nicht abstrakt als irgendeine Behauptung, sondern sie wird real sichtbar und erfahrbar – nämlich Gottes Liebe ist immer in seinem Handeln erfahrer.
00:12:18: In Vers Acht heißt es weiter Darum hat der Herr euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharaoes, des Königs von Ägypten.
00:12:40: Der Text sagt nicht einfach nur Gott hat dich lieb.
00:12:43: Der Bibeltext sagt Gott hat auch gehandelt in dieser Liebe.
00:12:46: Gott hat Euch nämlich heraus geführt.
00:12:48: Er hat Euch erlösst!
00:12:50: Gott hat euch aus der Knechtschaft befreit.
00:12:53: Und hinter diesem Erlösen in der deutschen Übersetzung da steht die Vorstellung oder das Wortfeld eines Loskaufens, eines Befreien.
00:13:01: Gott erlöst Israel aus einer fremden Macht heraus – denn Israel war nicht frei!
00:13:08: Israel war in Ägypten gefangen und gebunden.
00:13:12: Und genau darin zeigt sich Gottes Liebe in diesem Bibeltext.
00:13:15: Gott löst Israel aus fremder Herrschaft heraus.
00:13:18: Er führt Israel sein erwähltes Volk aus der Knechtschaft in die Freiheit.
00:13:24: Und deshalb nochmal dieses Eigentumsvolk darf hier nicht falsch gehört werden, denn Gott sagt ja nicht ich befreie euch aus Ägypten damit ihr meines Klaven werdet.
00:13:34: Damit ihr mir gehorcht und das tut was ich will!
00:13:37: Gott sagt Ich befreue Euch damit Ihr nicht länger unter Mächten leben müsst die Euch zerstören.
00:13:43: Ich be freie Euch damit ihr in meiner Treuer als Freie Leben könnt.
00:13:49: Wenn also Gott sagt, du bist mein wie in unserem Wochenvers ist das keine neue Knechtschaft sondern eine Befreiung aus alter Knechtschaft und das bedeutet dass es auch für uns gilt.
00:14:01: Denn auch wir kennen heute noch genauso Mächte die uns festlegen, die uns binden die uns als Knechte dastehen lassen.
00:14:09: vielleicht ist es Leistung die uns so sehr bindet und für die wir alles tun.
00:14:13: Vielleicht ist es Angst als eine große Macht die nicht nur unser Denken sondern auch unser Handeln beeinflusst.
00:14:20: Vielleicht ist es auch das Vergleichen untereinander und in der Gemeinde, vielleicht ist auch Schuld-und Scham so eine Macht, die uns nicht nur mutig nach vorne schauen lässt, sondern uns gefangen nimmt und bindet.
00:14:31: Vielleicht sind es auch konkrete Erwartungen, die ich selbst an mich, an mein Leben, an meinen Nächsten, an meine Familie, an meiner Gemeinde habe, die manchmal wie einem Macht wirken und entgegen der Freiheit stehen – vielleicht ist es also auch das eigene Scheitern!
00:14:44: Das Gefühl nicht genügend zu sein, nicht gut genug zu sein.
00:14:47: Dass wie so eine Macht uns bindet und uns als Knechte dastehen lässt.
00:14:52: Gottes Zuspruch löst uns nicht aus jeder Verantwortung aber dieser Zuspruch löst uns aus dem Zwang um es selbst erlösen zu müssen.
00:15:00: das ist vielleicht noch mal ein wichtiger Satz.
00:15:03: Gotteszuspruch löste uns nicht von jeder Verantwortung.
00:15:05: wenn wir heute nach Hause gehen oder nach den Sommerferien wieder durchstarten sind wir nicht aus jeder Verantwortung herausgenommen.
00:15:11: Wir müssen manches tragen und schultern, aber dieser Zuspruch, der löst uns aus dem Zwang, uns selbst erlösen zu
00:15:17: müssen.".
00:15:19: Hier vielleicht die Übertragung für uns oder auf uns?
00:15:22: Denn ich habe ja am Anfang gesagt, dass sich dieser Bibeltext zuerst an das Volk Israel richtet – und ich vermute, dass wir keine Juden sind!
00:15:31: Daher nehmen wir Israel auch bewusst nicht den Platz in diesem Bibeltext weg und übertragen das einfach eins zu eins auf uns, sondern nehmen es an dass Gott dieses Volk zu jener Zeit berufen und erlöst hat und bis heute dran festhält.
00:15:45: Aber wir hören als Nachfolger und als Suchende diesen Text im Licht, im Blick auf Jesus Christus denn Jesus Christus begegnet uns auch in Treue, in Gottes Treue auf eine ganz konkrete wenn auch herausfordernde Art und Weise.
00:15:59: Denn Jesus geht dem Weg der Kleinheit.
00:16:02: Gott erwählt nicht wegen Größe und Jesus macht sich auch nicht groß.
00:16:06: Jesus kommt nicht als einer der sich durchsetzt sondern er kommt als jemand der sich kleinmacht, der dient, der sich hingibt.
00:16:15: Er befreit nicht durch Gewalt und Mächte sondern durch Liebe und durch leidenschaftliche Hingabe.
00:16:22: In Jesus begegnet uns also der Gott, der sich hier in unserem Bibeltex klein macht und uns befreit.
00:16:28: Wenn wir also gleich das Abend mal feiern werden, dann wird genau das sichtbar – das Brot- und Kälch oder Einzelkälch nicht für unsere Stärke stehen!
00:16:38: Nicht für unsere Erfolge sondern für die Hingabekottes.
00:16:43: Wir kommen nicht als diejenigen die wir alles richtig machen oder gemacht haben, sondern wir kommen als Empfangende.
00:16:49: Denn du gehörst zu Gott nicht weil du groß bist, sondern weil Christus sich für dich gegeben
00:16:54: hat.".
00:16:55: Habt noch ein Gedanken aber könnt ihr noch?
00:16:58: Na gut!
00:17:01: Wir gucken mal... Okay also bei einem Gedanken habe ich noch ehe wir zum Abendall kommen nämlich fährst neun so sollst du nun wissen dass der Herr dein Gott allein Gott ist der treue Gott der den Bund und die beim Herzlichkeit bis ins tausendste Glied hält, die ihn lieben und seine Gebote halten.
00:17:19: Es folgt also nun etwas Wichtiges nach diesem Zuspruch – Gott ist treu, Gott ist ein treuer Gott!
00:17:26: Das ist für das Verständnis des ganzen Abschnitts entscheidend.
00:17:29: Er ist nicht ein mächtiger Feldherr wie davor und danach in der Landnahme, sondern an dieser Stelle, an dieser Grundlage für das neue verheißene Land ist Gott ein treuer Gott.
00:17:40: Und es ist nicht nur wieder eine plakative Benennung oder ein Titel, den er sich da gibt.
00:17:45: Sondern diese Treue wird auch ganz konkret beschrieben und beim Herzlichkeit beschreiben keine abstrakte Eigenschaft Gottes sondern eine verbindliche Beziehung, eine Dynamik zwischen ihm und dem Volk die von Gottes Treue getragen wird Im Hintergrund das hebräische Wort für Gnade.
00:18:02: Das ist viel größer zu fassen und zu beschreiben.
00:18:04: Man könnte es mit Güte übersetzen Mit loyaler Liebe Mit freundlicher Zuwendung Denn Gott ist nicht launisch, stattdessen bindet er sich und bewahrt das was er zugesagt hat.
00:18:17: Und an dieser Stelle – wir haben es vor uns im ganzen Text gelesen – darf auch der Ernst dieser Beziehung nicht verschwiegen werden.
00:18:24: Wenn er von denen spricht die Gotthassen geht es nicht um ein Gefühl wo wir ad hoc irgend etwas Negatives empfinden sondern um eine bewusste Abwendung von Gott.
00:18:39: Vielleicht ist da eine gute Verknüpfung, ich weiß nicht ob ihr das letzte Woche mitgehört habt bei der Predigt von Hartmut.
00:18:44: Bei der Sünde gegen den Heiligen Geist geht es auch nicht um etwas was wir vielleicht übersehen oder vergessen haben oder unwillentlich getan haben sondern genauso wie dort auch hier im alten Testament geht es um eine willendliche Entscheidung dagegen und das nimmt Gott ernst.
00:19:00: er nimmt es ernst aber an dieser Stelle in diesen Fersen bleibt die treue Gottes das Zentrale unfassbaren Bild bis in tausend Generationen hinein.
00:19:12: Und erst auf dieser Grundlage, das ist super wichtig dass der Text bis hierhin gewartet hat, erst auf diese Grundlage folgt der Ruf zur Antwort in den Versen elf und zwölf.
00:19:24: da geht es um das Hören, um das Bewahren und um das Tun von diesen Geboten.
00:19:29: Israel soll die Gebote halten soll auf Gottes Wort hören soll sie bewahren und tun.
00:19:35: Darin wird zugleich eine Grundbewegung des Glaubens sichtbar, die für uns genauso heute noch gilt.
00:19:41: Erst das Hören dann das Bewahren und dann das Tun.
00:19:44: Diese Reihenfolge scheint hier wichtig zu sein und findet sich dann auch bei Jesus wieder.
00:19:49: Das heißt nicht dass Israel erwählt und befreit ist weil es genug getan hat oder genug ist sondern Gott liebt, er wählt und befreiht als allererstes.
00:19:58: aber diese geschenkte Zugehörigkeit ruft Israel verbindlich zum Hören, zum Bewahren und Tun auf.
00:20:07: Hören meint an dieser Stelle im fünften Buch Mose mehr als ein rein akustisches Wahrnehmen.
00:20:12: Høren heißt hier Gottes Wort Ernst nehmen – es nicht relativieren oder fürnichtig erklären.
00:20:17: sich manches Mal auch damit durchquelen wollte ich gerade sagen herausfordern lassen, es ernst nehmen.
00:20:23: Hören bedeutet hier auch sich danach auszurichten und Gottes Wort einen Gewicht geben.
00:20:29: vielleicht mehr Gewicht geben als uns selbst.
00:20:32: Bewahren bedeutet hier ein Hüten, ein Festhalten.
00:20:36: Ein nicht Achtloses Verlieren als ob es uns einfach so zuläuft sondern ist wie einen kostbaren Schatz zu behandeln das Gott uns rettet.
00:20:44: und spannend ist auch dass im Hebräischen ist das selbe Wort die selbe Vokabel ist die sowohl für Gott als auch für Israel im Handeln gebraucht wird.
00:20:52: Gott bewahrt den Bund und die Treue und Israel bewahrts die Gebote.
00:20:58: Gottes bewahren is zuerst da.
00:21:00: Israels bewahren ist eine Antwort darauf.
00:21:04: So bleibt der Glaube nicht nur eine innerliche Haltung, sondern bekommt eine konkrete Gestalt – eine konkrete Gestalt die die Israeliden auch leben sollen in Entscheidungen, in konkreten Beziehungen, die eben nicht einfach sind im Umgang mit anderen, die ganz anders sind als ich.
00:21:22: Im Reden zu mir selbst, zu Gott und zu meinem Nächsten aber auch im Teil des Glaubens es weiterzugeben dass Gott Ein beim Herziger, Liebender, Befreiender und ein bevollmächtigender Gott ist.
00:21:35: Auch wenn in der Sommerpause manches gerade pausiert – Gottes Treue macht keine Pause!
00:21:41: Unser Glaube macht keine Pause ob im Urlaub zu Hause, in den Begegnungen und in den ganz kleinen alltäglichen Entscheidungen.
00:21:50: da gilt seine Treue denn Gottes Zuspruch bleibt nicht folgenlos Gottes Zuspruch bleibt nicht folgenlos.
00:21:57: Israels Antwort begründet nicht seine Erwählung, aber sie gehört zur verbindlichen Bundesbeziehung und so gilt es auch für uns.
00:22:06: Unsere Entscheidung ist nicht die Grundlage, ist aber eine Antwort auf Gottes großen beim herzigen Ruf und unser Glaube ist nicht nur eine Herzenshaltung sondern ein aktiv gelebtes geteiltes Beziehungsverhältnis mit Gott und mit Menschen.
00:22:21: Ich fasse zusammen!
00:22:23: Der Text sagt zu Israel, ihr seid nicht erwählt weil ihr groß seid.
00:22:29: Ihr gehört zu Gott weil Gott euch liebt.
00:22:32: Ihr seid befreit, weil Gott treu ist und treu bleibt.
00:22:37: Darum hört, bewahrt und tut!
00:22:41: Wenn wir diesen Text mit der Perspektive auf Jesus lesen dann können wir lernen er macht sich klein.
00:22:48: Er gibt sich hin, er befreiht Er ruft uns in die große Gemeinschaft mit Gott.
00:22:54: Wir kommen also nicht als starke und nicht als Erfolgreiche, auch nicht als solche, die alles im Griff haben sondern als Empfangende.
00:23:02: Und genau das nimmt das Abendall auf – diese Bewegung!
00:23:05: Zuerst empfangen wir und dann dürfen wir antworten.
00:23:08: Brot und Kekch sagen Christus gibt sich für dich du darfst kommen Du gehörst zu Gott Du bist sein kostbarer Schatz.
00:23:17: Dich möchte er retten bewahren und erhalten Und aus diesem Empfangen können wir ganz aktiv unseren Glauben leben und teilen.
00:23:25: Hörend, bewahrend und auch handelt!
00:23:28: Du gehörst zu Gott nicht weil du groß bist, nicht weil Du genug leistest sondern weil Gott dich liebt und befreit und treu bleibt.
00:23:37: Amen.