00:00:04: Herzlich Willkommen zum Podcast der Stadtmist in Wolfsburg.
00:00:07: Wir wünschen dir viel Segen beim Nuchen der Inhalter!
00:00:18: Die Lesung für den heutigen Sonntag steht in Lukas XVI, ich lese die Ferse XIX bis XXXIII aus der neuen Genfer Übersetzung.
00:00:33: Es war jetzt ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feinstem Leinen und lebte Tag für Tag, herrlich und in Freuden.
00:00:44: Vor dem Tor seines Hauses lag ein
00:00:46: Armer –
00:00:47: er ist Lazarus.
00:00:49: Sein ganzer Körper war mit Geschwüren bedeckt.
00:00:55: Er wäre froh gewesen, wenn er seinen Hunger mit dem hätte stillen können was vom Tisch des Reichen fiel.
00:01:04: aber nur die Hunde kamen und leckten seine Wunden.
00:01:09: Schließlich starb der Arme.
00:01:12: Er wurde von den Engeln zur Abram getragen und durfte sich an dessen Seite setzen.
00:01:18: Auch der Reiche starb, und wurde begraben.
00:01:24: Im Totenreich litt er große Qualen.
00:01:26: Als er aufblickte, sah ein weiterferne Abram und an dessenseite Lazarus.
00:01:35: Vater Abram rief er, hab er Barmen mit mir!
00:01:38: Und schick Lazarus hierher.
00:01:41: Lass ihn seine Fingerspitze ins Wasser tauchen und damit meine Zunge
00:01:46: kühlen.".
00:01:50: Ich leide furchtbar in dieser Flammenglut.
00:01:55: Abraham erwiederte, mein Sohn denkt daran, dass du zu deinen Lebzeiten dein Anteil an gutem bekommen hast und das andererseits Lazarus nur schlechtes empfängt.
00:02:10: Jetzt wird er dafür getröstet und du hast zu leiden.
00:02:17: Außerdem liegt zwischen uns und euch ein tiefer Abgrund sodass von hier niemand zu euch kommen kann und selbst, wenn er es wollte.
00:02:28: Und auch von dort drüben kann niemand zu uns
00:02:31: gelangen.".
00:02:33: Dann Vater sagte der Reiche, Schiklatsarost doch bitte zur Familie meines Vaters!
00:02:40: Ich habe nämlich noch fünf Brüder.
00:02:43: Er soll sie warnen damit Sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen.
00:02:50: Abram entgegnete, sie haben Mose und die Propheten auf die Sie hören.
00:02:58: Nein, Vater Abraham wandte der Reiche ein!
00:03:01: Es müsste einer von den Toten zu Ihnen kommen, dann würden sie
00:03:05: umkehren.".
00:03:07: Dann sagte Abraham zu ihnen, wenn Sie nicht von Mose und die Propheten hören, werden Sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von dem Toten aufersteht.
00:03:26: Der Predigtext für den heutigen Sonntag steht in der Apostelgeschichte, Kapitel IV, Vers.
00:03:34: thirty-two bis
00:03:36: siebenunddreißig.".
00:03:46: Da schreibt Lukas die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele.
00:03:57: auch nicht einer sagte von seinen Gütern dass Sie sein wären sondern es war ihnen alles gemeinsam Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel, die Auferstehung des Herrn Jesus und große Gnade war bei ihnen allen.
00:04:20: Es war auch keiner unter ihnen der Mangel hatte, denn wer von ihnen Ecker oder Häuser besaß verkaufte sie und brachte das Geld für das Verkaufte und legte es den Aposteln zu Füßen, und man gab einem jeden was er nötig hatte.
00:04:45: Josef aber der von dem Apostel Barna Bass genannt wurde das heißt übersetzt Sohn des Trostes ein Levit aus Zypern gebürdig.
00:04:59: Der hat einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte es den Aposteln zu
00:05:08: Füßen.".
00:05:13: Jemand wie Barnabas.
00:05:17: Diese fünf Punkte werden uns heute Abend beschäftigen, unerhörte Großzügigkeit, gewagtes Vertrauen, erstaunliche Weite, wahre Reife und Gottessegen trotz aller Brüche.
00:05:38: Dabei gehen wir etwas über den Text hinaus.
00:05:45: wie Barnabas.
00:05:47: Also wer wollte in einer solchen Gemeinde, wie hier beschrieben nicht Mitglied sein?
00:05:55: Da stimmt ja alles!
00:05:58: Haben wir tatsächlich richtig gelesen?
00:06:01: die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele.
00:06:07: Ihnen war alles gemeinsam oder große Kraft und große Gnade war bei ihnen allen.
00:06:15: Keiner hatte Mangel, man gab einem jeden was er nötig hatte.
00:06:21: Alle Achtung!
00:06:24: So wünscht man sich Kirche.
00:06:28: kein Wunder dass gerade in Evangelikalengreisen die Sehnsucht ungebrochen ist zurückzufinden zu solch einem Gemeindeleben wie es hier beschrieben wird.
00:06:42: aber da ist halt dieser hässliche Graben zwischen der dem Wunschbild und der Wirklichkeit zwischen der Urgemeinde in Jerusalem und dem, was wir heute hier so vorfinden.
00:07:01: Darum gibt es ja auch das von mir gern als Gemeinde oder Pietistenhopping bezeichnete Springen von Gemeinde zu Gemeinde auf der Suche nach der Idealen, nach der wirklich biblischen Gemeinde – und dafür wird oft auch die eigene verlassen!
00:07:27: und sich an einer anderen angeschlossen, in der Hoffnung hier nun auf diese idealeren Verhältnisse zu stoßen.
00:07:35: Auf noch biblische Verkündigung usw.
00:07:40: Natürlich möglichst alles nah dran am biblischen Vorbild.
00:07:47: Dabei wird leicht übersehen dass es die ideale Gemeinde sowohl gar nicht gibt sobald ich in sie einträte, nicht mehr ideal.
00:08:02: Sie war es wohl auch damals nicht!
00:08:05: Aber es hat immer eine positive Auswirkung wenn Gottes Geist Menschen bewegt und verändert.
00:08:15: Das strahlt auch nach außen.
00:08:20: doch das hat zuerst immer mit dem Einzelnen zu tun.
00:08:26: Darum beschreibt hier Lukas in seiner Apostelgeschichte nicht nur eine attraktive Gemeinde, sondern rückt bewusst einen Einzelnen aus ihrem Kreis in den Fokus.
00:08:41: Denn wenn Gemeinderarbeit gelingen und Segen bringen soll, kommt es eben maßgeblich auf den Einzelnern an!
00:08:57: Darum fragt nicht nach der idealen Gemeinde – sondern frag lieber danach Wie kann ich einer sein, den Gottesgeist anderen zum Segen setzt?
00:09:12: Jemand wie Barnabas.
00:09:16: Er war einer der Gottessicht der Dinge hatte, die die Dinge aus Gottes Perspektive sah.
00:09:25: Wenn ich so in der Apostelgeschichte blättere, frage ich mich was wohl aus der frühen Christenheit ohne ihm geworden wäre!
00:09:38: Was prägt und kennzeichnet das Leben eines solchen Menschen?
00:09:44: Erstens unerhörte Großzügigkeit.
00:09:50: Das erste Mal begegnet uns Barnabas hier in der Apostelgeschichte, als die Gemeinde noch ganz jung war.
00:10:00: Vielleicht ist er einer von den dreitausend Juden gewesen, die an Pfingsten zum Glauben gekommen waren!
00:10:08: Josef hieß er eigentlich und stammt aus Zypern.
00:10:13: Er setzt sich von Anfang an klare Prioritäten, die Interessen der Gemeinde gehen bei ihm vor.
00:10:25: so verkauft er einen Acker und stellt das Geld für Bedürftige zur Verfügung.
00:10:33: schon hier leuchtet auf Was das Markenzeichen von Barnabas ist.
00:10:41: Eine große Weite, die andere teilhaben lässt an dem Guten, dass er selbst erfährt.
00:10:50: Eine so unerhörte Großzügigkeit, selbst die eigene Altersvorsorge zugunsten anderer aufzugeben kann nur jemand haben der Gottes Sicht der Dinge hat.
00:11:04: Unsere letzte Sicherheit liegt nicht im materiellen Das denken wir immer nur.
00:11:11: Nicht im Immobilien und auch nicht in der privaten Rentenvorsorge.
00:11:17: Später hat Bannabas eine enorme Freiheit, auch gefährliche Reisen zu unternehmen.
00:11:23: Wenigstens zu diesem Zeitpunkt scheint er damals auch noch allein stehen gewesen zu sein.
00:11:29: Er lebt also mit leichtem Gepäck und kann sich so ganz auf das konzentrieren was Gott ihm als Aufgabe vor die Füße legt.
00:11:40: Für seine Brüder und Schwestern in der Gemeinde scheint Josef schon jetzt eine enorme Ermutigung und ein Ansporren gewesen zu sein.
00:11:53: Sein Beiname Barnabas, Sohn des Trostes kommt ja nicht von ungefähr.
00:12:02: Zweitens gewagtes Vertrauen!
00:12:08: Sein Name bleibt Programm.
00:12:11: Ein besonderer Trost wird Barnabas später für Saulus, später auch Paulus, der Heidemissionar genannt.
00:12:21: Gerade frisch bekehrt und begeistert von Jesus in dem Saulus den Messias erkannt hat beginnt dieser junge Gelehrte in Damaskus zu predigen und schafft sich schon bald Feinde!
00:12:38: Saulus muss fliehen, geht nach Jerusalem und versucht sich den Christen dort anzuschließen.
00:12:45: Ohne Erfolg!
00:12:47: Alle Apostel die mit Jesus unterwegs waren sind skeptisch und weichen diesem Saulus aus.
00:12:56: Nur einer hat Mut.
00:12:58: Nur eine springt über den Schatten seiner Bedenken und Menschenfurcht.
00:13:04: Da heißt es in Apostelgeschichte neun.
00:13:07: Barnabas aber nahm ihn und brachte ihn zu den Aposteln.
00:13:13: Vielleicht hatte Barnabass den Eindruck, dass nun genug geredet worden ist?
00:13:19: Er nimmt Paulus und stellt Petrus und die anderen Apostel einfach vor vollendete Tatsachen!
00:13:28: Gerade wir Deutschen sind ja berühmt dafür Bedenkenträger zu sein – einen so beherzten Umgang mit Neuen Wünsche ich mir in unserer Gemeinden und Bibelkreisen auch manchmal.
00:13:44: Viel pflegeleichtere Leute als den Alles-Wisser Paulus nehmen wir oft schon als viel, als Bedrohung wahr!
00:13:55: Wieviel Mühe wird uns dieser frisch bekehrte nun machen?
00:14:00: Mit welchen unbequenen Fragen würde er uns konfrontieren?
00:14:05: oder macht er mir als Mitarbeiter gar meinen Rang in der Gruppe streitig?
00:14:12: So gewagt einem saulos Vertrauen kann jemand, der Gottes Sicht der Dinge hat.
00:14:20: Wo Gott Menschen in seine Familie beruft, mutet er sie uns auch einander zu.
00:14:29: Gruppen und Gemeinden können nur wachsen!
00:14:34: Wenn die einzelnen Mitglieder bereit sind zur Unbequemlichkeit und auch zum Risiko.
00:14:43: Es ist schwer vorstellbar, was aus Paulus geworden wäre und aus der Urgemeinde wenn Barnabas dieses Bewusstsein nicht gehabt hätte.
00:14:56: Drittens Erstaunliche Weite Wieder Jahre später ist die gleiche Weite und Großzügigkeit gefordert als mit einer brenzlichen Frage nach Antiochia geschickt wird.
00:15:15: Die Frage war, können heiten die an Jesus glauben tatsächlich gerettet werden und das sozusagen als Abkürzung ohne zuerst Juden werden zu müssen?
00:15:28: Immer haben sich die Juden als das außerwählte Volk verstanden, zu dem Gott eine besondere Beziehung hat!
00:15:36: Nun haben aus Jerusalem Vertriebene das Evangelium Einfach Weide gegeben und Griechen in Antioch ja.
00:15:44: hoffen nun, dass die Hoffnungen der Christen auch ihnen gelten.
00:15:49: Nämlich Leben in einer ganz neuen ungekannten Qualität Vergebung aller ihrer Sünden Direkt der Zugang zu Gott Und Hoffnung über dieses Leben hinaus.
00:16:04: Kein Wunder Dass die Juden wie eifersüchtige Geschwister reagierten und kaum glauben können dass der Vater im Himmel genug Liebe für all dieser hergelaufenen aufbringen könnte.
00:16:20: Da kommt es auf Leute wie Barnabas an, die Weite mitbringen!
00:16:28: Gottes Jahr zu uns gilt schließlich ohne Voraussetzung.
00:16:34: Sein Heil ist für jeden da – Für den Steuerbetrüger wie für den braven Bürger Für den sexuell fehlgeleiteten und verirrten genauso wie für den Biederen.
00:16:49: Für den wohlsituierten Nachbarn, wie für Fremden mit der ganz anderen Kultur- und Religion.
00:16:57: Spürt man uns diese Sicht Gottes ab?
00:17:02: Spürtt man an uns etwas von dieser Weite?
00:17:09: Auf Barnabas haben die Gläubigenheiten in Antioch ja sicher mit Bangen gewartet!
00:17:17: wenn er ihnen alle Hoffnung wieder nimmt und sie in die Verzweiflung zurückstößt.
00:17:25: Das ist wie ein Sechser im Lotto, dann kommt ein Schreiben es hebe habe in der Beziehung einen Fehler gegeben und in den nächsten Wochen wird sich erst herausstellen ob man das hoffte Geld wirklich bekommt.
00:17:40: nur dass es im Fall der Antioch hier nicht um eine läppische Million sondern um die Ewigkeit geht.
00:17:51: Zum Glück ist Barnabas ein bewährter Mann voll heiligen Geistes und Glaubens, wie es in Apostelgeschichte elf heißt – und, wie wir ja schon wissen, ein Mann des Trostes.
00:18:04: Barnabass sieht hin und freut sich!
00:18:07: Er sieht den Antioch-Jahr Gottes handeln und in den Jesusgläubigen Griechen Brüdern und Schwestern.
00:18:17: Wie Jahre zuvor den Frisch bekehrten Saulus, so heißt er diese Menschen in Gottesfamilie einfach willkommen.
00:18:27: Er weiß dass die heiten Christen nicht zu gut geschult sind wie ihre jüdischen Geschwister.
00:18:34: deshalb geht er sogar soweit das er Saulus aus der Versenkung in Tarsus holt und mit ihm zusammen in Antiochia lehrt.
00:18:46: Barnabas hat das Potenzial des Paulus erkannt.
00:18:51: Er muss wohl geahnt haben, dass dieser hochgebildete Pharisäer ihn früher oder später überrunden und das bald kaum noch von Barnabas der Bass dafür aber umso mehr von Paulus die Rede sein würde.
00:19:10: Und erfüllt sich davon nicht bedroht!
00:19:14: Er wird von seinem eigenen Zögling in den Schatten gestellt.
00:19:18: Der läuft ihm den Rang ab aber das Schien-Bannabas nicht sonderlich zu irritieren.
00:19:26: Eine solche Weite und Sorglosigkeit im Blick auf sich selbst kann jemand haben, der seine Sicherheit in Gott gefunden hat und sich und anderen nichts mehr beweisen muss.
00:19:44: Der braucht auch Konkurrenten nicht zu fürchten – er weiß es kommt nicht auf mich an!
00:19:52: Unvergesslich ist mir ein Satz geblieben.
00:19:55: Ist nun schon dreißig Jahre her, es ist einer von drei Leitungskonferenzen die ich in Chicago besuchte und der eine Satz.
00:20:05: da ging es um einen Wort aus der Apostelgeschichte wo Paulo sagt aber Ich achte mein Leben nicht der Rede wert wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichtet dass sich von dem Herrn Jesus empfangen habe.
00:20:20: Dieser Satz, der damals gesagt wurde lautete ich muss nicht überleben.
00:20:27: Ich muss nicht Überleben!
00:20:32: Jedenfalls muss ich mir kein Denkmal in der Gemeinde bauen.
00:20:36: Gott denkt an mich.
00:20:38: das ist genug da ist völlig genug an mich gedacht.
00:20:44: Viertens wahre Reife Paulus.
00:20:49: hat Barnabas dann tatsächlich den Rang abgelaufen?
00:20:53: wer redet heute schon von der Missionsreise des Barnabas, dass er die erste mit Paulus leitete wissen nur Bibelfeste.
00:21:04: Die beiden haben so viel Fantastisches und auch Schwieriges miteinander erlebt nachzulesen Apostelgeschichte zwölf bis vierzehn, das man sich vorstellen kann wie schwer sie sich nach dieser Missions-Reise mit dem Wiedereinleben in ihrer Gemeinde in Antiochia getan haben müssen.
00:21:28: Und doch lesen wir genau das, fast wie ein Nachwort zur Missionsreise.
00:21:33: Barnabas und Paulus berichteten von ihren Abenteuern und gliedern sich wieder ganz normal in die Gemeinde
00:21:41: ein.".
00:21:43: Apostelgeschichte XIV So loslassen und Verantwortung abgeben kann jemand der Gottes Sicht der Dinge hat!
00:21:54: Entscheidend ist eben nicht, ob wir möglichst gewaltige Dinge für Gott tun, sondern ob wir an dem Platz sind, an dem er uns haben will.
00:22:05: Die wahre Reife und Größe dieser gestandenen Christen zeigt sich eigentlich erst, als sie von ihrem Einsatz zurückgekehrt sind, als Sie ihr Amt abgegeben haben und in die Etappe zurückgewehrt sind.
00:22:21: Nein!
00:22:22: Ein Heiliger ohne Schattenseiten oder Prüche ist Barnabas trotzdem nicht.
00:22:31: Das wird deutlich, als er es mit Irlehrern zu tun bekommt.
00:22:36: Er hat sich selbst davon überzeugen können dass Gottes Rettung Juden und Heiden gleichermaßen gilt!
00:22:42: Und nun treten lautstark einige Leute auf die das anders sehen und die Heidenchristen drängen doch noch zum Judentum überzutreten.
00:22:57: Barnabas knickt ein.
00:23:00: Seine Gabe allen grundsätzlich erst einmal eine Chance zu geben, wird ihm zum Verhängnis als eine klare Linie gefordert ist.
00:23:12: Grenzenlose Großzügigkeit ist eben nicht angebracht, wo Irleere die Gemeinde von innen her zerstören.
00:23:23: Paulus berichtet im Galata II davon oder wo Theologische Dinge schief liegen.
00:23:34: Auch ein Barnabas braucht Korrektur, auch Hauptamtliche müssen sich das gefallen lassen und ganz offensichtlich nimmt er sie an denn sonst hätte Paulus sicher nicht weiter mit ihm zusammengearbeitet.
00:23:51: Das ist Reife!
00:23:54: Nicht Fehlerlosigkeit – das ist Illusion.
00:23:58: aber zu seinen Fehlern stehen und sich sagen lassen, dass es treife.
00:24:08: Und fünftens Gottes Segen trotz aller Brüche.
00:24:15: ein anderer Bruchgerät dramatischer.
00:24:19: auf die zweite Missionsreise möchte Barnabas seinen jungen Neffen Johannes Markus mitnehmen.
00:24:27: Paulus ist dagegen denn bei der letzten Reise hat sich dieser Markus einfach abgesetzt.
00:24:34: Freilich kann man beides Seiten verstehen.
00:24:38: Die Reaktion des Paulus kann jeder nachempfinden, der schon einmal in irgendeiner Weise Verantwortung getragen hat.
00:24:47: Wir vertrauen ungern jemandem, der uns schon einmal im Stich gelassen hat.
00:24:53: und andererseits frage ich mich wo wir alle wären ohne die Barnabasse in unserem Leben?
00:25:00: Die uns eine zweite oft genug eine dritte und vierte Chance geben, wenn wir irgendetwas so richtig vermasselt haben.
00:25:11: Paulus- und Barnabas können sich in dieser Frage nicht einigen!
00:25:16: Sie kamen scharf aneinander, heißte es in der Apostelgeschichte XV – und die beiden trennten sich.
00:25:24: Wie bitte?
00:25:25: Diese beiden gestandenen Mitarbeiter im Reich Gottes schaffen es nicht, ihre Streitigkeiten
00:25:32: beizulegen.".
00:25:34: Sie haben doch zusammen Gemeinden gegründet und Wunder erlebt, und so manche Angriffe zusammen erlitten.
00:25:42: Und nun scheitert ihre Freundschaft nicht einmal an theologischen Problemen und Unstimmigkeiten sondern rein menschlich an der Einschätzung eines Mitarbeiters.
00:25:55: Man kann den Frust dieser beiden alten Kämpfer fast mit Händen greifen wie sie um Einheit ringen und schließlich enttäuscht getrennte Wege gehen.
00:26:09: So etwas passiert eben, sagen die einen und zucken mit den Achseln!
00:26:15: So etwas darf einfach nicht passieren, stöhnen andere und raufen sich die Haare – und sie haben beide recht.
00:26:25: Die Bibel entlässt uns nicht aus dieser
00:26:27: Spannung.".
00:26:30: Wir können sicher partei ergreifen und departieren, um eine Lösung zu suchen.
00:26:37: Vielleicht würden wir vielleicht sogar eine finden?
00:26:40: Und darüber aber enten wir vielleicht wie die beiden Uhr-Missionare im Streit.
00:26:47: Wie schade könnte man nun denken dass die Geschichte so kläglich endet?
00:26:54: Könnte man denken!
00:26:57: Mit ein paar Jahrzehnten Abstand ergibt sich nämlich ein ganz anderes Bild.
00:27:04: Gott hat aus dem Durcheinander und dem Schwierigen, mit dem zwischen den beiden Gutes erwachsen lassen.
00:27:14: Aus einem Missionsteam sind nun zwei geworden – Paulus hat mit Silas und später Timodius den nördlichen Mittelmeerraum bereist und missioniert Und Barnabas hat einen Neffen Markus mit sich genommen und hat Zypern missioniert.
00:27:35: Gott kann Multiplikation, Vermehrung von Gemeinden offensichtlich auch dann nutzen wenn sie unfreiwillig ist und sich bloß aus dem Versagen seiner Leute ergibt.
00:27:52: Viele sind auch irritiert warum es so viele unterschiedliche Formen von Gemeinten und Konfessionen gibt.
00:28:00: müssten wir nicht alle mehr zusammenstehen und eins sein, doch ich finde das hat was.
00:28:09: Keine Gemeinde kann es jedem entsprechen und darum braucht es viele unterschiedliche Formen weil wir sehr unterschiedliche Menschen sind.
00:28:20: auf diese Weise sind viele mit dem Evangelium erreicht worden und werden es immer noch.
00:28:28: Vielfalt ein beliebtes Thema des lebendigen Gottes.
00:28:37: Fast wie in einem augenzwingenden Nachwort Gottes erfahren wir außerdem, dass aus Johannes Marcus doch noch was geworden ist.
00:28:51: Es hat sich also gelohnt das Barnabas diesen jungen Mann unter seinem fittigen Namen und vielleicht war Zypern als Lernfeld auch geeigneter für Markus Variante von Mission.
00:29:10: Markus wird später der Begleiter von Petrus und er ist zum Autor des gleichnamigen Evangeliums, des Markus-Evangeliums geworden.
00:29:25: Und man höre und staune sogar zu einem brauchbaren Mitarbeiter des Paulus, denn in zweiter Timojus vier vers elf da Lässt Paulus ausrichten.
00:29:48: Lukas ist allein bei mir, Markus nimmt zu dir, schreibt der Antimodius und bringe ihn mit dir, denn er ist mir nützlich zum
00:29:58: Dienst.".
00:30:02: Dass Paulus und Barnabas sich noch versöhnt haben wird zwar nicht berichtet, ist aber wahrscheinlich, obwohl einer von ihnen zugegeben hat im Unrecht gewesen so sein oder Ob sie beide darüber lächeln konnten, dass sie so dickköpfig gewesen waren.
00:30:26: Das Lebenswerk des Barnabas ist ein gutes und gesegnetes Und die Urgemeinde wäre ohne ihn um vieles ärmer gewesen.
00:30:38: Er hat fröhlich gegeben Hat unzählige Menschen geholfen In der Familie Gottes Fuß zu fassen.
00:30:47: Er hat erfolgreich in einzelne investiert Auch wenn diese die Investitionen anfangs nicht wertschienen, er hat Spuren der Ermutigung hinterlassen.
00:31:06: Solche Leute braucht es auch unter uns!
00:31:11: Es liegt eine ungeheure Freiheit und Weite über einem Leben das weder das Neue noch die Konkurrenz fürchten
00:31:21: muss.".
00:31:23: So einen Barnabas hätte ich gerne in meinem Hauskreis oder der Gemeinde.
00:31:30: Auf Menschen wie Barnabass kommt es an und mir noch, Ich möchte selbst auch so jemand sein und immer mehr werden, Der die Dinge aus Gottes Blickwinkel sieht Und gerade deswegen Trost und Hoffnung verbreiten kann.
00:31:49: Jemand wie Barnabbas!
00:31:53: Amen.