Predigten

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00:00:04: Herzlich Willkommen zum Podcast der Stadt in St.

00:00:06: Wolfsburg!

00:00:07: Wir wünschen dir viel Segen beim Nuchen der Inhalter Zum Vergeben, so heißt das Thema.

00:00:22: Der Untertitel heißt Gedanken zu einem wichtigen Thema und vielleicht kennt ihr die folgenden Redewendung Ich habe alles wichtige hier bei der Präsentation mitgebracht Das verzeih ich dir nie.

00:00:37: oder Aussagen wie Mit DER hab' ich noch ein Hühnchen zu rupfen Mit dem will ich nichts mehr zu tun haben.

00:00:47: Oder was du mir angetan hast, werde ich niemals vergessen!

00:00:54: Das sind nur vier von vielen, vielen Aussagen die mir schon begegnet sind... ...die Menschen gesagt haben mit einer gewissen Härte, mit einer Gewissen Bitterkeit manchmal und mit eine Geschichte, die natürlich dahinter steht wie ihr euch denken könnt.

00:01:14: Vergebung ist ein zentrales Thema in unserem Glauben an den Gott der Bibel und ich bin wieder neu drauf gestoßen, denn ich habe einen Buch gelesen kürzlich.

00:01:25: Das lag schon eigentlich lange auf meinem Nachtisch unter den vielen Büchern die ich sowieso noch zu lesen habe.

00:01:31: und dieses Buch hier hab euch die Titelseite mitgebracht heißt Steh Auf Mein Kind Und Gehe.

00:01:38: Es Ist von Marie Kressbach.

00:01:41: Marie berichtet von dem Völkermord an den Tutsi in Rwanda.

00:01:48: Das war am siebten, ab dem sieben April geschah das eigentlich Unfassbare nämlich innerhalb von etwa hundert Tagen töteten radikale Hutu etwa eine Million Tutsis und oppositionelle Hutu.

00:02:06: Marie lebte damals als Jüngste von zehn Geschwistern mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf, das heißt Geheke.

00:02:14: Und alles war gut!

00:02:16: Aber als das Morden begann, war sie gerade mal neun Jahre alt und in ihrem Buch beschreibt sie dann wie dieser Tag war und all das was ihr danach begegnet ist.

00:02:30: Sie schreibt Folgen dass ich zitiere Plötzlich spürte ich einen starken Druck und ich falle vornüber.

00:02:39: Jemand drückt mich auf die Erde, ist das Mama?

00:02:42: Ich weiß es nicht!

00:02:43: Aber der Druck ist so stark dass sich mich nicht mehr bewegen kann.

00:02:47: um mich herum bricht das Chaos aus.

00:02:49: Die Schüsse werden immer lauter und ertönen in immer kürzeren Abständen.

00:02:54: Mal klingen sie näher, mal klingen Sie weiter weg... ...ich bekomme ein Panik und will aufstehen und wegrennen.

00:03:01: Ich kann hier doch nicht einfach bleiben.

00:03:03: In diesem Moment höre ich eine kraftvolle, aber beruhigende Stimme.

00:03:09: Sie ist stark und bestimmt – und auch leise und zärtlich.

00:03:15: Bleib liegen!

00:03:16: Bis ich dir sage dass du wieder aufstehen kannst.

00:03:21: Marie erlebt in diesem Moment der Flucht mit wie ihre Mama stirbt.

00:03:25: sie muss das mit ansehen.

00:03:27: Ihr Papa und ihre Brüder werden ebenfalls getötet und sie erlebt ein Trauma.

00:03:32: Eine Traumatisierung Und sie berichtet über ihre Flucht und all das, was sie dann erlebt an unterschiedlichen Eindrücken.

00:03:43: Diese Stimme kommt immer wieder und spricht in ihr Leben.

00:03:49: Unter anderem sagt sie an einem Fluchtpunkt – Hab keine Angst!

00:03:55: Du wirst nach Deutschland kommen zu deiner Schwester du wirst überleben ich bin bei dir.

00:04:02: Sie erlebt die wunderbare, übernatürliche Führung durch den heiligen Geist und ihren Weg in die Freiheit erst mal in ein Land der Freiheit nach Deutschland.

00:04:13: Und sie erlebt wie sie diesen Weg nicht nur körperlich sondern auch seelisch gehen darf.

00:04:27: ja durch Jesus von seiner Liebe berührt wird und heil gemacht wird, mit einem übernatürlichen Frieden gefüllt wird.

00:04:35: Und sie sagt das folgendermaßen ich begriff was es bedeutet dieses Geschenk anzunehmen und wirklich umzukehren meine Lebenshaltung zu ändern und dem wahrhaftigen Gott die Kontrolle in meinem Leben zu überlassen ihn den König über alles sein zu lassen.

00:04:53: Vor allem aber begriff ich, wie unfassbar dieser Gott mich und alle Menschen lieben musste.

00:04:59: Die Frage nach Gerechtigkeit und Vergeltung für das böse Handeln der Mörder an meiner Familie war plötzlich nicht mehr relevant als Jesu Liebe mich traf.

00:05:10: Warum das alles passieren musste?

00:05:12: Konnte ich immer noch nicht beantworten.

00:05:16: Das sind nur so paar Blitzlichter aus diesem sehr bewegenden Buch dass sich gelesen habe.

00:05:24: Und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie kann man so was vergeben?

00:05:30: Wie kann es gelingen dass jemand der das als neunjähriges Kind erlebt jemals wieder mit sich und dieser Welt um mit dem Gott im Reihen ist.

00:05:45: Marie erzählt von Vergebung, von innerer Heilung und ich kann es euch nur empfehlen.

00:05:51: Das ist ein sehr lesenswertes Buch aber uns heute bewegen soll ist.

00:05:57: Wie können wir vergeben?

00:05:59: Ich habe das Thema ganz bewusst Mut zum Vergeben genannt, weil ich denke, wir brauchen diesen Mut um zu vergeben bei den Dingen die wir erlebt haben.

00:06:09: Tauchen wir mal tiefer ein in dieses Thema.

00:06:12: In fast jedem Gottesdienst geschieht es dass wir der sogenannte Vater unser beten und wenn wir das sprechen dann heißt es ja an einer Stelle vergib uns unsere Schuld.

00:06:25: Wie auch wir vergeben, wie auch wir das machen?

00:06:30: So soll Gott uns vergeben.

00:06:33: Also wir bitten Gott regelrecht, dass genau so mit uns zu machen, wie wir es mit anderen machen also wie auch Wir Vergeben.

00:06:43: und direkt nach dem Vater Unser, das uns im Matthäus-Evangelium berichtet wird, sagt Jesus als wollte er das nochmal erklären folgendes Matheus sechs, euer Vater im Himmel wird euch vergeben wenn ihr den Menschen vergebt die euch unrecht getan haben.

00:06:59: Wenn ihr ihnen aber nicht vergeben wollt dann wird Gott euch auch eure Schuld nicht vergehen.

00:07:07: also wenn ihr euch wenn ihr nicht vergeben wollt also wenn Ihr Euch weigert so sagt das Jesus hier anderen zu vergeben dann wird euch Euer himmlischer Vater auch nicht ver geben finde ich einen spannenden Gedanken, weil spätestens an diesem Punkt ist ja eine Entscheidung gefragt.

00:07:23: Willst du vergeben?

00:07:25: Wollen wir vergeben oder wollen wir das nicht?

00:07:28: Weigern wir uns und sagen ne, nee.

00:07:30: also sowas kann ich will ich nicht vergeben.

00:07:34: Und genau da ist in der Wortwahl manchmal schon ein spannender Passus drin.

00:07:40: Mancher sagt Das was mir passiert ist, dass kann Ich beim besten Willen Nicht Vergeben.

00:07:48: Und aus Gesprächen mit Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes niedergeschlagen wurden von anderen Menschen weiß ich das echten Brett.

00:07:59: Das echten brett diese Entscheidung zu treffen ja Ich will vergeben und manche sagen zuerst Boah!

00:08:07: Ich kann das aber nicht vergeben?

00:08:08: Ich bin noch nicht so weit und so.

00:08:11: Als ich das Buch von Marie gelesen habe dachte ich also wenn man sowas vergeben lernen kann dann kann man eigentlich jedes andere Unrecht auch vergeben lernen.

00:08:25: Man muss es nicht schon können, aber man kann es lernen.

00:08:29: Anderen Vergeben Lernen.

00:08:32: Noch mal Jesus im Markus-Evangelium ist sozusagen die Parallelstelle.

00:08:37: Wenn ihr ihn um etwas bitten wollt sollt ihr vorher den Menschen vergeben denen ihr etwas vorzuwerfen habt.

00:08:44: Dann wird euch der Vater im Himmel Eure Schuld auch vergeben.

00:08:48: Wenn ihr ihn aber nicht vergebt, dann wird euch Gott im Himmel eure Schuld auch nicht

00:08:52: vergeben.".

00:08:53: Also Jesus ist da sehr klar und sagt Es kommt auf deine Entscheidung drauf an.

00:09:00: Willst du den Menschen vergeben?

00:09:03: Oder willst du es nicht?

00:09:05: Mit dieser Entscheidung ist das noch nicht erledigt.

00:09:07: zu nach dem Motto Ja jetzt habe ich mich entschieden Ich will vergeben!

00:09:10: Nee, dann beginnt erst ein Weg Ein Prozess.

00:09:15: Und manchmal ein langer, schwerer, steiniger herausfordernder Weg!

00:09:19: Aber es beginnt alles mit dieser Entscheidung vergeben zu wollen.

00:09:25: und der zweite Aspekt ist mir hier auch wichtig Man muss Vergebung nicht schon können.

00:09:32: Man kann das aber lernen.

00:09:34: Man muss Vergabungen nicht schon Können.

00:09:36: Wir sind noch nicht gleich Meister im Vergeben, aber wir befinden uns dann auf diesem Weg des Vergebens Und das ist prozesshaft mit vielen, vielen kleinen und mittelgroßen und großen Schritten.

00:09:51: Fortschritte, Vorwärtsschritte aber auch Rückschriter.

00:09:55: Vergebung so würde ich sagen ist letztlich eine Bewältigungsstrategie.

00:09:59: Ich habe uns mal eine Definition mitgebracht Es ist eine bewältigung Strategie um ein tatsächliches oder angenommenes Fehlverhalten anderer mental akzeptieren zu können ohne irgendeine Reaktion des anderen zu erwarten oder zu fordern.

00:10:15: Also die Reaktionen wäre ja der andere, es soll sein Schuld bitte einsehen oder um Entschuldigung bitten oder Vergeltung, Rache könnten solche Reaktions sein.

00:10:24: also ohne das zu erwarteten oder zu Fordern gehen wir trotzdem diesen Weg der Vergebung als Bewältigung dann an.

00:10:33: Vergebungen ist sozusagen der Königsweg.

00:10:38: Er hilft uns mit Verletzungen und Unrecht aller Art umzugehen.

00:10:45: Und wenn wir vergeben, dann folgen wir letztlich dem Beispiel unseres Gottes den wir auch König nennen und deswegen habe ich es als Königsweg beschrieben.

00:10:54: und das Jesus selbst.

00:10:57: Jesus wurde unschuldig zum Tode verurteilt.

00:11:01: Jesus hat gelitten er wurde verleumdet geschlagen bespuckt Alles mögliche an Folter, das ist echt krass.

00:11:10: Und schließlich wurde er unschuldig ans Kreuz genagelt und dort betet er.

00:11:17: Vater vergib ihn Denn sie wissen nicht was sie tun.

00:11:23: Ich glaube nicht dass Jesus das so leicht über die Lippen kam wie wir es dann manchmal in dem Text zu lesen und zitieren.

00:11:30: Sondern das war Kampf.

00:11:32: Aber seitdem Ist Es ein lohnenswerder Weg Ein Weg der den ich als Königsweg beschreibe und interessant finde, wenn ich heute Artikel von modernen Psychologen lese.

00:11:47: Dass sie erkennen wie wertvoll und heilsam und für die Seelenhygiene gut Vergebung ist.

00:11:56: Sie beschreiben das dann mit Prinzipien und Methoden aller Art Und ich denke hätte mal in der Bibel geguckt Dann hätte es schon viel eher erkennen können.

00:12:05: Da steht alles drin.

00:12:07: Wir haben vorhin die Geschichte von Josef und seinen Brüdern gehört, ja.

00:12:10: Dies Jahrtausend der Alt hätten die Psychologen das gelesen.

00:12:15: Sie könnten sie wissen, ah da gibt es einen Prinzip!

00:12:19: Da kann man etwas lernen und ich sage nicht dass das leicht ist aber ich sage, dass ein Weg ist, der sich lohnt.

00:12:28: Jesus hat's also vorgemacht und Paulus, der Nachfolger von Jesus war, er hat dann später in die Gemeinden hinein, die er besucht bzw.

00:12:38: gegründet hat Prinzipien weitergegeben und ich habe mal nur zwei dieser Pferse rausgeschrieben einmal aus dem Epheser und einmal aus einem Kolosserbrief.

00:12:46: das schreibt Paulus sondern genau das ist das Prinzip, oder?

00:13:07: Kolosser ertragt einander vergiebt euch gegenseitig wenn jemand euch Unrecht getan hat.

00:13:14: Denn auch Christus hat euch vergeben.

00:13:18: Jesus ist also unser Vorbild.

00:13:20: ihm gilt es nachzuäufern gerade auch an diesen wunden Punkten die in unserem Leben da sein können.

00:13:28: Gerade auch im Momenten wo alles an Emotion dagegen spricht Gerade auch in Schmerzen und traumatisierten Momenten.

00:13:39: Ihm wollen wir nachfolgen und lernen, wie wir uns da verhalten können wenn uns Unrecht geschieht.

00:13:48: Machen wir das praktisch!

00:13:51: Und der erste Tipp den ich vorwegschicken möchte ist Gott ist interessiert an dir.

00:14:02: Ich glaube das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass wir das nie vergessen.

00:14:06: Dass das über allem steht da gibt es einen Gott der ist interessiert an dir und er kennt jeden Tag deines und meines Lebens.

00:14:16: Und es hält ihn nicht davon ab Interessiert zu bleiben Mit Liebe uns zu begeben mit Freundlichkeit uns zu begrüren.

00:14:26: Es hält ihn einfach nicht davon Ab uns wirklich leiten und zu begleiten.

00:14:35: Die Güte Gottes unseres Rätters und seine Liebe zu uns Menschen ist sichtbar geworden, dass es sichtba geworden das ist begreifbar geworden.

00:14:44: Das ist etwas reales, das ist nicht irgendwie was Abgefahrenes Und deswegen steht das für mich immer über allem Gott ist interessiert an dir!

00:14:56: Und dann kann es trotzdem sein, dass uns Unrecht geschieht.

00:15:03: Und da ist der nächste Tipp.

00:15:10: Wir entscheiden uns vergeben zu wollen und sagen, ja ich will vergeben!

00:15:15: Damit beginnt alles.

00:15:17: Damit entscheide ich mich dem anderen meine Verletzung nicht hinterherzutragen.

00:15:22: Du hast das vorhin schon so schön angedeutet.

00:15:26: Wer trägt denn da schwer?

00:15:27: Wenn ich jemand anderem was hinterher trage bin ich der einzige der schwer dran trägt.

00:15:35: Ich entscheide mich, vergeben zu wollen.

00:15:39: Ich habe gelesen – ich weiß nicht von wem das Zitat stammt – wenn du Vergebung übst, lässt du einen Gefangenen frei und dann nimmst du wahr der Gefangene warst du selbst!

00:16:05: ein Neuanfang.

00:16:07: Und ich glaube, das ist ganz wichtig dass wir eben uns entscheiden vergeben zu wollen.

00:16:13: und ich merke die Situationen gerade dann im Gedächtnis bleiben wenn sie tief gehen und wenn wir uns entschieden haben vergeben es zu wollen dann mal wahrzunehmen was ist denn da eigentlich passiert?

00:16:26: Was hat uns verletzt?

00:16:30: Mancher hat vielleicht schon sich gefragt, warum ich die Rucksäcke und Taschen hier vorne hingestellt habe.

00:16:38: Du kannst glaube ich eins weiterklicken?

00:16:40: Ich weiß nicht genau wie nehmen war was uns verletzt hat.

00:16:45: Jeder von uns hat solche Rucksacken und Tasche im Leben.

00:16:49: Die sind nicht sichtbar aber die haben alle irgendwelche Beschreibungen und Namen.

00:16:54: da gibt es zum Beispiel Taschen die wir umgehängt haben.

00:16:59: das sind die ganzen Beleidigungen drin böse Worte, verletzende Worte Sätze die uns niedergeschmettert haben.

00:17:07: Da ist vielleicht auch üble Nachrede dabei wo wir merken Boah das fällt echt schwer dass da so ist.

00:17:14: und dann gibt es Taschen.

00:17:16: die haben Namen von Menschen die uns begegnen.

00:17:19: oft sind es enge familienangehörige Freunde ganz Menschen die ganz nah an uns dran sind Wo wir mergen.

00:17:26: Boah dieser Rucksack diese Tasche hat einen Namen.

00:17:31: Und dann gibt es vielleicht noch mehr, die uns zu schaffen machen.

00:17:35: Nämlich wenn wir ignoriert wurden.

00:17:37: Vielleicht hat deine Mutter dein Vater dich nie wahrgenommen.

00:17:42: Nie das gegeben was du als Kind brauchtest.

00:17:45: und du merkst boah!

00:17:46: Wenn du so viele Taschen hast... Das ist echt schwierig das alles zu händeln weil Da ist so viel an Themen, die wir mit uns rumtragen und mit der Zeit wird es dann richtig schwer.

00:17:59: Und auch wenn er süß aussieht... Es ist nicht süß!

00:18:02: Es fällt uns echt schwer und wir kriegen's kaum bewältigt.

00:18:06: Wenn wir diese Dinge anderen hinterher tragen, haben wir immer schwer zu tragen.

00:18:16: Also was tun?

00:18:18: Wenn wir uns für diesen Königsweg der Vergebung entscheiden und diese Taschen loswerden wollen, dann gibt es nur einen einzigen Platz in dieser Welt wo all das was uns quält abgeladen werden kann und das ist der Ort den wir hier in Form des Kreuzes haben.

00:18:40: Wo dieser Gott dieser König dieser liebende Vater nennen ihn wie du willst dieser Jesus Christus auf uns wartet.

00:18:51: Und auch wenn es uns schwer fällt, all das los zu lassen.

00:18:55: Manchmal leiden wir so darunter dass wir in die Knie gehen und merken Jesus ich kann nicht mehr!

00:19:02: Es geht nicht mehr Ich schaffe's nicht.

00:19:06: Aber wisst ihr hier ist dieser Ort wo wir das Lassen dürfen Loslassen können Die Hände wieder frei haben und merkt wie befreiend dieser Jesus ist.

00:19:21: Und dieser Jesus sagt Wenn der Sohn frei macht, der ist wirklich frei.

00:19:27: Und ich glaube es eine wichtige Wahrheit die wir lernen können.

00:19:30: damit ist es noch nicht einfacher aber wenn wir wahrnehmen was uns verletzt hat dann ist das schon mal ein richtiger Schritt das zu beschreiben und dann den Anspruch auf Wiedergutmachung loszulassen und ihn Gott zu überlassen und zu sagen Gott du bist der der das alles sieht Du bist interessiert an mir Du hast das alles gesehen?

00:19:57: Ich will es nicht mehr tragen.

00:19:59: Ich entscheide mich, das loszulassen und dir zu überlassen und für mich zu sorgen an Körper, Seele und Geist.

00:20:09: Und ich glaube, dass ist ein wichtiger Punkt, dass wir dann den Anspruch losgelassen haben.

00:20:16: Ich merke in Momenten wo die Wunde wirklich tief geht.

00:20:22: Manchmal geht es nicht ohne Begleitung, das kann eine Freundin oder ein Freund sein.

00:20:28: Manchmal braucht's Zählsorge, manchmal braucht's Therapie egal was du für eine Hilfestellung suchst.

00:20:33: Manchmal kann das ein Buch wie Das von Marie sein Was du liest und merkst plötzlich Boah ich fühl mich so verstanden Egal was dein Weg ist.

00:20:42: Ich glaube jeder Weg ist richtig auf diesem Weg der Heilung Und ich finde wichtig dass wir das gehen.

00:20:49: und mir hilft diese Zusage Gottes, er heilt die zerbrochenen Herzen sind und verbindet ihre Wunden.

00:21:01: Da gibt es einen Gott der heilt den zerbrochenden Herzen.

00:21:06: Er verbindet Wunden.

00:21:08: Ich rechne also mit Gottes Hilfe und Heilung Und das Ziel ist dass ich versöhnt bin nicht nur mit Jesus zuerst sondern mit meiner Geschichte dass ich versöhnt bin mit all dem was an Unrecht, an Schmerz und Ungerechtigkeiten mir widerfahren ist.

00:21:26: Und ich mach's auch nicht so das sich wenn ich das bei Jesus abgeladen habe sage Jesus ja danke für den Moment und plötzlich alles wieder zusammenkramen will und nehmt es doch wieder mit nach Hause.

00:21:40: Wie absurd wäre das?

00:21:42: Aber ich will das üben wenn ich gemerkt habe Boah jetzt hab' ichs doch wieder eingepackt, Jesus nicht vertraut ist das ja auch ein Lernweg.

00:21:51: Und ich glaube auf diesem Lernwege brauchen wir Menschen, die uns gut tun und die uns begleiten.

00:22:00: Es gibt bei diesem Thema paar Spannungsfelder, die möchte ich an dieser Stelle zweit davon ansprechen.

00:22:07: Das erste Spannungfeld habe ich genannt Wie ist es eigentlich mit dem Vergeben und Vergessen?

00:22:11: Vergesslichkeit ist eine wunderbare Eigenschaft Ich hab' die auch.

00:22:15: Aber ich merke gerade bei solchen Konflikten ist das manchmal schwierig und eine riesige Herausforderung, weil es so tief geht.

00:22:22: Das ist nicht etwas was ich einfach abschüttle.

00:22:24: vieles schüttelte ich weg ja?

00:22:26: Und habe eine gewisse Dickfälligkeit und so.

00:22:29: aber warum geht es so tiefe?

00:22:31: wie ist das mit dem Vergeben und vergessen?

00:22:33: manche sagen ja boah jetzt haben wir uns vergeben jetzt musst du's auch vergessen.

00:22:38: Ich merke es ist nicht so einfach Weil das meine Lebensgeschichte Das sind Situationen, die ich erlebt habe.

00:22:46: Die zu meiner Biografie gehören!

00:22:49: Wie könnte ich das jemals vergessen?

00:22:53: Aber wisst ihr... ...die Frage wie ich mich daran erinnere zeigt mir, wie viel Heilung schon passiert ist und manchmal merke ich gerade an diesen Punkten.

00:23:03: Ich muss es gar nicht vergessen aber ich darf mich erinnern und versöhnt darüber reden Und dass ist ein Unterschied.

00:23:13: Und wie ist das eigentlich mit der Versöhnung.

00:23:16: Nun ist ja Vergebung oft etwas, was zwischen mir und einem anderen passiert.

00:23:23: Und wie ist das jetzt mit der Versöhnung?

00:23:26: Manchmal gelingt es nicht sich zu Versöhnen zu treffen.

00:23:31: Manchmal ist der Mensch vielleicht schon gar nicht mehr da.

00:23:34: Manchmal ist es so dass ich gar keinen Kontakt mehr habe.

00:23:38: Wie sollte ich mich dann versöhnen können?

00:23:41: Das gelingt nicht immer!

00:23:43: Wenn So sage ich immer gerne, Versöhnung braucht einen abgestimmten Rahmen.

00:23:50: Wenn es diesen abgestimten Rahmen nicht gibt dann ist das super schwierig ein nächsten Schritt zu gehen.

00:23:57: Es könnte sein dass du mit einer Person einen Rahmen abstimmst und sagst hey lass uns versöhnt weitergehen Und lasst uns bitte immer getrennt Geburtstag feiern.

00:24:11: Das könnte möglich sein und dann ist es ein versöhntes Weitergehen.

00:24:17: Es wird vielleicht nie wieder wie vorher, aber es ist trotzdem ein versöhnter Rahmen.

00:24:22: Und diesen Rahmen gilt es zu klären.

00:24:24: Oft geht es mir in unseren Kreisen dazu schnell, dass man sagt so jetzt haben wir uns vergeben und versöhnen wollen und die Netz muss alles wieder so sein wie vorher.

00:24:31: Stopp!

00:24:33: Da rate ich immer genau drauf zu gucken worum gehts denn eigentlich?

00:24:37: Also wir brauchen einen versöhnten Rahmen.

00:24:41: mit der Frage Wie wollen wir in Zukunft miteinander weitergehen und umgehen?

00:24:49: Warum spreche ich über dieses Thema?

00:24:52: Ich bin gerade voll in diesem Thema.

00:24:57: Und das ist nicht so einfach!

00:25:00: Unrecht erlebt zu haben, Verletzungen die da sind und richtig wehtucken, die richtig an die Substanz gehen, die mich total herausfordern Beziehung, die da gefährdet sind und eigentlich voll gegen die Wand gefahren sind und Worte, die echt Wege getan haben.

00:25:25: Und die Frage ist, wie kann ich damit umgehen?

00:25:27: Wie kann ich einen nächsten Schritt gehen.

00:25:30: Und im Grunde genommen habe ich diese Predigt vor allem für mich geschrieben.

00:25:33: Um mich daran zu erinnern... Ich will vergeben!

00:25:37: Ich will all das was ich gerade gesagt habe auch selber ins Leben kriegen und ich gehe diese Schritte mit all den Emotionen, die dazugehören Mit all den Rückschlägen, mit all dem Schmerzen.

00:25:50: Mit all dem was mich da an dieser Stelle heraus fordert.

00:25:55: Aber die Entscheidung steht fest, ich will vergeben.

00:25:58: Ich habe noch nicht vergeben aber ich will das tun und ich muss das üben!

00:26:04: Und ich hab dann die Angewohnheit bei Themen, die mich beschäftigen immer mal auf ein leeres Blatt Papier Dinge zu krizeln um für mich Dinge zu visualisieren.

00:26:14: so mache ich das oft bei Predigten und dann habe ich festgestellt Boah Gott vergibt mir Das ist so dass was zwischen mir und Gott stattfindet.

00:26:28: Der Höchste vergibt mir meine Schuld, meine Anteile das was ich an Fehlern und Versagen, an Schulden und Sünde getan habe.

00:26:42: Und dann hab' ich festgestellt es gibt nicht nur die senkrechte Ebene sondern auch die waagerechte.

00:26:49: Da bin ich mit anderen Menschen unterwegs da geht's um Beziehung ja?

00:26:55: Dann treffe ich die Entscheidung ihnen vergeben zu wollen, auch wenn das nicht leicht ist.

00:27:02: Auch wenn es nicht so leicht fällt dann wieder fröhlich zu gucken wie dieses Meil ist das vielleicht darstellen.

00:27:09: und als ich das so aufgemalt habe hab' ich gemerkt boy's gibt eine senkrechte und eine waagerechte.

00:27:16: und in allem is Jesus!

00:27:20: In allem is jesus.

00:27:23: Und plötzlich habe ich gemerkt er ist meine Gerechtigkeit Er ist derjenige, der für mich sorgen wird auch an diesem Schmerzpunkt meines Lebens.

00:27:36: Und somit will ich mich nicht vom Bösen überwinden lassen sondern das Böse mit gutem Überwinden.

00:27:41: so wie es Paulus in Römer XII sagt Wer vergibt tut sich was Gutes und Es ist eine Wohltat letztlich an mir selbst und Das hat natürlich auch Auswirkung und Außenwirkungen auf andere.

00:27:56: Ich schließe mit einem Zitat von Marie aus diesem Buch Stehe auf mein Kind und

00:28:02: gehe.".

00:28:03: Das war die Aufforderung, die Marie damals halb zu überleben.

00:28:06: Und sie erlebte wie vorhin schon beschrieben die übernatürliche Heilung und konnte vergeben.

00:28:11: Sie schreibt am Ende ihres Buches... Es ist mein Herzensanliegen dass die Leser am Ende sagen wenn ein Mensch das vergeben konnte dann kann auch ich vergeben was mir angetan wurde Und wenn Marie diesen Schmerz überwinden und hinter sich lassen konnte, dann kann auch ich es mit Gottes Hilfe schaffen ein neues erfülltes Leben anzufangen.

00:28:36: Ich wünsche jedem von uns Mut zum Vergeben!

00:28:39: Amen.

Über diesen Podcast

Predigten und Beiträge aus der Stadtmission Wolfsburg e. V.

von und mit Stadtmission Wolfsburg e. V.

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